by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875)
Des Sängers Habe
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Language: German (Deutsch)
Schlagt mein ganzes Glück in Splitter, Nehmt mir alle Habe gleich, Lasset mir nur meine Zither, Und ich bleibe froh und reich. Wenn des Grames Wolken ziehen, Haucht sie Trost in meine Brust, Und aus ihrem Golde blühen Alle Blumen meiner Lust. Will die Liebe nicht gewähren, Freundschaft brechen ihre Pflicht, Kann ich beide stolz entbehren, Aber meine Zither nicht. Reißet meines Lebens Sehne, Wird sie mir ein Kissen sein, Lullen mich die süßen Töne In den letzten Schlummer ein. In den Grund des Tannenhaines Senkt mich leise dann hinab; Und statt eines Leichensteines Stellt die Zither auf mein Grab, Daß ich, wenn zum stillen Reigen, Aus des Todes dunklem Bann, Mitternachts die Geister steigen, Ihre Saiten rühren kann.
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Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Senior Associate Editor], Peter Rastl [Guest Editor]
Note: Schubert received Schlechta's poem in handwritten form. Schlechta's poem was posthumously printed in a substantially revised version in Ephemeren, see below.
Text Authorship:
- by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875), "Des Sängers Habe"
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