by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875)
Fischerweise
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Language: German (Deutsch)
Den Fischer fechten Sorgen Und Gram und Leid nicht an, Er löst am frühen Morgen Mit leichtem Sinn den Kahn. Da lagert rings noch Friede Auf Wald und Flur und Bach, Er ruft mit seinem Liede Die gold'ne Sonne wach. Und singt zu seinem Werke Aus voller frischer Brust, Die Arbeit gibt ihm Stärke, Die Stärke Lebenslust! Bald wird ein bunt Gewimmel In allen Tiefen laut, Und plätschert durch den Himmel Der sich im Wasser baut - Und schlüpft auf glatten Steinen Und badet sich und schnellt, Der Große frißt den Kleinen Wie auf der ganzen Welt. Doch wer ein Netz will stellen Braucht Augen klar und gut, Muß heiter gleich den Wellen Und frey seyn wie die Fluth; Dort angelt auf der Brücke Die Hirtinn - schlauer Wicht, Gib auf nur deine Tücke Den Fisch betrügst du nicht!
F. Schubert sets stanzas 1-4, 6-7
Confirmed with Dichtungen vom Freyherrn Franz von Schlechta. Erster Band. Wien, 1824. Im v. Hirschfeld'schen Verlage, pages 115-116.
Note: Schlechta's poem was posthumously published again in a substantially revised version with the title Fischerlied in Ephemeren, see below.
Text Authorship:
- by Franz Xaver Freiherr von Schlechta (1796 - 1875), "Fischerweise" [author's text checked 1 time against a primary source]
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