by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875)
Im Freien
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Language: German (Deutsch)
Draussen in der weiten Nacht Steh' ich wieder nun: Ihre helle Sternenpracht Läßt mein Herz nicht ruhn! Tausend Arme winken mir Süßbegehrend zu, Tausend Stimmen rufen hier: »Grüß dich, Schwärmer, du!« O ich weiß auch, was mich zieht, Weiß auch, was mich ruft, Was wie Freundesgruß und Lied Locket durch die Luft. Siehst du dort das Hüttchen stehn, Drauf der Mondschein ruht? Durch die blanken Scheiben sehn Augen, die mir gut! Siehst du dort das Haus am Bach, Das der Mond bescheint? Unter seinem trauten Dach Schläft mein liebster Freund. Siehst du jenen Baum, der voll Silberflocken flimmt? O wie oft mein Busen schwoll, Froher dort gestimmt! Jedes Plätzchen, das mir winkt, Ist ein lieber Platz; Und wohin ein Strahl nur sinkt, Lockt ein theurer Schatz. Drum auch winkt mir's überall So begehrend hier, Drum auch ruft es, wie der Schall Trauter Liebe mir.
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Confirmed with Joh. Gabr. Seidl's Dichtungen. Zweiter Theil. Lieder der Nacht. [...] Von Johann Gabriel Seidl. Wien. Druck und Verlag von J. P. Sollinger. 1826, pages 45-46; and with Lieder der Nacht. Von Johann Gabriel Seidl. Zweite, verbesserte und vermehrte Auflage. Wien, 1851. Druck und Verlag von J. P. Sollinger's Witwe, pages 48-49.
Text Authorship:
- by Johann Gabriel Seidl (1804 - 1875), "Im Freien", appears in Lieder der Nacht [author's text checked 1 time against a primary source]
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