by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
O wunderbares, tiefes Schweigen
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Language: German (Deutsch)
O wunderbares, tiefes Schweigen, Wie einsam ist's noch auf der Welt! Die Wälder nur sich leise neigen, Als ging' der Herr durchs stille Feld. Ich fühl mich recht wie neu geschaffen, Wo ist die Sorge nun und Not? Was mich noch gestern wollt' erschlaffen, Ich schäm' mich dess im Morgenrot. Die Welt mit ihrem Gram und Glücke Will ich, ein Pilger, frohbereit Betreten nur wie eine Brücke Zu dir, Herr, übern Strom der Zeit. Und buhlt mein Lied, auf Weltgunst lauernd, Um schnöden Sold der Eitelkeit: Zerschlag' mein Saitenspiel, und schauernd Schweig ich vor dir in Ewigkeit.
F. Mendelssohn sets stanzas 1-3
L. Erk sets stanzas 1-3
A. Matton sets stanzas 1-3
F. Volkmann sets stanzas 1-3
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- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Morgengebet", appears in Gedichte, in 6. Geistliche Gedichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2004-04-28
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