by Heinrich Laube (1806 - 1884)
Zur hohen Jagd
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Language: German (Deutsch)
Frisch auf zum fröhlichen Jagen, Ihr Jäger, auf zur Pirsch! Wir woll'n den Hirsch erjagen, Den edlen roten Hirsch: Der Tag steigt auf in Frische, Der Hirsch kehrt heim vom Feld; Frisch auf denn ans Gebüsche, Wo er den Wechsel hält. Gott gab uns diese Erde Mit Allem, was darauf. Er lehrt' uns Wildesfährte, Schenkt' uns den Büchsenlauf, Und gab uns klare Augen, Und feste Hand dazu. -- Nun sprecht, was soll das taugen, Verblieb's in träger Ruh'? Er gab uns Sonne und Regen, Und Mut ins Herz hinein, Der Wind muß sich bewegen, Die Vögel müssen schrei'n, Das Jahr muß kommen und schwinden Und alles hat sein Muß -- Das Alles zu verbinden Braucht's Jägers Gruß und Schuß! Der Wald verfiel' ins Schlafen, Das Wild verdürbe träg, Die Hirsche würden zu Schafen, Es schwände Weg und Steg; Gäb's nicht mehr lustige Jäger, Und lustigen Büchsenknall, Des Waldes und Wildes Beweger Mit Pfeifen- und Hörnerschall. Drum auf, es lebe das Jagen, Dies stete Gewitter der Welt! Die Traurigen mögen sich plagen, Der Filz mag trachten nach Geld! Wir trachten am Abend und Morgen Nach rüst'gen Taten hinaus; Weib, Kinder, Schulden und Sorgen Behüte der Himmel zu Haus.
R. Schumann sets stanzas 1-3, 5
Note: an adapted form of the first stanza is also used in Schumann's Der alte König zog zu Wald.
Text Authorship:
- by Heinrich Laube (1806 - 1884), "Zur hohen Jagd", appears in Jagdbrevier, in 4. Winter [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2009-10-05
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