by Heinrich Laube (1806 - 1884)
Jagdmorgen
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Language: German (Deutsch)
O frischer Morgen, frischer Mut, Wie will ich euer gedenken! Wer weiß, wird mir ein solches Gut Der Himmel nochmals schenken: Daheim die Meinen treu und lieb, In mir der rege Lebenstrieb, Und über mir die Sterne. Der Morgen löscht sich langsam aus, Er wirft mit Wind die Bäume; Ich tret' aus dunklem Jägerhaus, Verprustend die kurzen Träume. Es saugt der Mund die frische Luft, Die Brust schlingt herben Waldesduft, Es hofft das Herz, was weiß ich! Da gehn die großen Pläne auf In des Morgens düstrer Frische, Da wirft man Taten und Welten zu Hauf, Fährt grade und quer wie die Fische; Und wenn besorgt der Jäger fragt: Sie sind wohl schlimm und mißbehagt? Ach nein, ich bin nur munter! Und klarer, freier wird der Drang, Je mehr der Tag sich lichtet, Der Wintervogel versucht Gesang, 'S ist Alles so wohl gerichtet. Herr Gott, in Deinem großen Haus, Wie schwer mag's sein, wie leicht sieht's aus, Hab' Dank für Jagd und Atmen!
R. Schumann sets stanzas 1-2, 4
Text Authorship:
- by Heinrich Laube (1806 - 1884), "Jagdmorgen", appears in Jagdbrevier, in 3. Herbst, first published 1841 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2009-10-05
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