by Heinrich Laube (1806 - 1884)
Wo giebt es wohl noch Jägerei
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Language: German (Deutsch)
Wo giebt es wohl noch Jägerei, Als wie im deutschen Land? Der Franzos' hat sein Land überlichtet, Nichts schonend die Jagd sich vernichtet, Schiesst singende Vögel, der Fant! In Engelland, da ist nichts mehr, Als nur das Huhn zu Haus; Fabriken klappern und stampfen, Maschinen hämmern und dampfen, Das hält kein Wildpret aus. Die Füchse borgen sie von uns Zur Hatz über Hecken und Feld: Das ist ein Reiter-Vergnügen, Die Jagd liegt in letzten Zügen, Wenn Deutschland sie nicht erhält. Die ernste strenge Jägerei, Die kennen wir allein, In Wald und Feld zu leben, Vertieft in Ursprungs-Weben, Ist deutsches Jagdgedeihn. So trinkt darauf ein volles Glas: Es lebe deutsche Jagd! Jene Lust, die Träume spinnende, Und die Kunst, die Thaten sinnende Die uns so wohl behagt! Sie übt die Seele, übt die Hand, Nährt Frische, Kraft und Muth: Wenn's gilt das Reich zu wahren, Wir sind in Waffen erfahren, Hoch! tapf'res Jägerblut!
R. Schumann sets stanzas 1-2, 4-6
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View text with all available footnotesConfirmed with Jagdbrevier von Heinrich Laube, Zweite, vermehrte Auflage, Leipzig: H. Haessel, 1858, pages 229-230.
Text Authorship:
- by Heinrich Laube (1806 - 1884), "Bei der Flasche", subtitle: "Melodie des Mantelliedes", appears in Jagdbrevier, in 4. Winter, no. 97, first published 1841 [author's text checked 2 times against a primary source]
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Researcher for this page: Sharon Krebs [Senior Associate Editor]
This text was added to the website: 2009-10-05
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