by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
Es schienen so golden die Sterne
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Language: German (Deutsch)
Es schienen so golden die Sterne, Am Fenster ich einsam stand Und hörte aus weiter Ferne Ein Posthorn im stillen Land. Das Herz mir im Leib entbrennte, Da hab' ich mir heimlich gedacht: Ach, wer da mitreisen könnte In der prächtigen Sommernacht! Zwei junge Gesellen gingen Vorüber am Bergeshang, Ich hörte im Wandern sie singen Die stille Gegend entlang: Von schwindelnden Felsenschlüften Wo die Wälder rauschen so sacht, Von Quellen, die von den Klüften Sich stürzen in die Waldesnacht. Sie sangen von Marmorbildern, Von Gärten, die über'm Gestein In dämmernden Lauben verwildern, Palästen im Mondenschein, Wo die Mädchen am Fenster lauschen, Wann der Lauten Klang erwacht, Und die Brunnen verschlafen rauschen In der prächtigen Sommernacht. --
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View text with all available footnotesConfirmed with Deutsche Dichter der Gegenwart. Erläutert von August Nodnagel. Erstes Heft: Freiligrath. Eichendorff, Darmstadt, Verlag von Johann Philipp Diehl, 1842, page 106.
Note: the Abt score published in the US has some misprints that should be ignored: stanza 1 line 5 word 6 "entbrannte" instead of "entbrennte"; and stanza 2 line 5 word 3 "Felsenschluchten" instead of "Felsenschlüften"
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Sehnsucht", appears in Gedichte, in 1. Wanderlieder [author's text checked 1 time against a primary source]
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