by Klamer Eberhard Karl Schmidt (1746 - 1824)
Tischlerlied
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Mein Handwerk geht durch alle Welt, Und bringt mir manchen Thaler Geld. Deß bin ich hoch vergnügt. Den Tischler braucht ein jeder Stand: Schon wird das Kind durch meine Hand Im sanften Schlaf gewiegt. Das Bette zu der Hochzeitnacht Wird auch durch meinen Fleiß gemacht, Und künstlich angemahlt. Ein Geizhals sei auch noch so karg, Er braucht am Ende einen Sarg, Und der wird gut bezahlt. Drum hab' ich immer frohen Muth, Und mache meine Arbeit gut, Es sei Tisch oder Schrank. Und wer bei mir brav viel bestellt, Und zahlt mir immer baares Geld, Dem sag' ich großen Dank.
View text with all available footnotes
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]
Confirmed with Der Bürger. Eine Wochenschrift. Erstes Quartal. Halberstadt, gedrukt und zu finden bei Joh. Friedr. Delius, 1779, page 56; and with Handwerkslieder, auf Gelagen und Morgensprachen, oder beym Feyerabend, zu singen. Leipzig und Dessau, in der Buchhandlung der Gelehrten 1783, page 66.
Text Authorship:
- by Klamer Eberhard Karl Schmidt (1746 - 1824), title 1: "Tischlerlied", title 2: "Tischler-Lied", written c1778, first published 1779 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 18
Word count: 104