by Felix Ludwig Julius Dahn (1834 - 1912)
Sir Aethelbert von Mercia
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Sir Aethelbert von Mercia Ritt jagen in den Wald: Er stieß in's Horn: Trara, Trara! - - Was schweigt sein Ruf so bald? Es bricht und knackt im dichten Tann, Das Buchlaub raschelt leis, Und vor ihm - o verlorner Mann! Erschimmert's elfenweiß. Sein Auge schließt sich glanzerschreckt: Da naht auf weißem Reh, Vom langen Goldhar nur bedeckt, Die weiße Waldesfe. Wie zart, wie schlank, wie jung, wie weich, Wie schämig und wie heiß - Der Liebe höchstes Himmelreich Giebt Elfen-Minne leis. - Er hob den Arm: "Und wird's mein Tod, - Mein eigen sollst du sein." Sie aber sprach: "Es wird dein Tod: Ich aber werde dein: Und dein wird Wonne, nie geahnt Von Erdenmann vor dir: Schwörst du, wenn einst mein Bote mahnt, Sofort zu folgen mir?" "Ich folge dir zu jeder Stund': Ich schwör's bei diesem Schwert: Ein Kuß auf deinen rothen Mund Ist tausend Leben werth." Der Kukuk rief, -- die Schlange schlief Goldkrönig auf dem Stein: - Im Waldmos tief ein Brunnquell lief: - Da ward die Elfin sein.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesText Authorship:
- by Felix Ludwig Julius Dahn (1834 - 1912), no title, appears in Balladen und Lieder, in Sir Aethelbert, no. 1, first published 1878 [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this page: Harry Joelson
This text was added to the website: 2011-07-08
Line count: 32
Word count: 168