by Heinrich Leuthold (1827 - 1879)
Wanderlied
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Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Und wieder jagt mich der Reisetrieb, Und wandern möcht' ich von Pol zu Pol; Drum, liebliches Kind, vielsüßes Lieb, Vielsüßes Lieb, leb' wohl! Noch einmal, gestützt auf den Wanderstab, Schau' ich zurück, schau' ich zurück; Duftige Blüthen fallen herab, Und hemmen meinen Blick. Nun folg' ich ohne Reiseziel Der Vögel Flug, der Wolken Zug; Des Schönen hat die Welt so viel, Hat auch für mich genug. Und trag' ich gleich im leichten Kleid Kein schimmerndes Gold, kein schimmerndes Gold, Ist doch manch' Herz, manch' rosige Maid Dem Wanderburschen hold. Und der Vögel Schlag in Busch und Hag, Das Waldesdunkel, der Sonnenschein, Und der klingende, singende Frühlingstag Ist Alles, Alles mein!
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Confirmed with Heinrich Leuthold, Gedichte, Zweite, vermehrte Auflage, Frauenfeld: Verlag von I. Huber, 1880, page 26.
Text Authorship:
- by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Wanderlied", appears in Gedichte, in 1. Vermischte Gedichte [author's text checked 1 time against a primary source]
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