by Heinrich Heine (1797 - 1856)
Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold
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Language: German (Deutsch)
Mit Myrten und Rosen, lieblich und hold, mit duft'gen Zypressen und Flittergold, möcht' ich zieren dieß Buch wie 'nen Totenschrein, Und sargen meine Lieder hinein. O könnt' ich die Liebe sargen hinzu! Auf dem Grabe der Liebe wächst Blümlein der Ruh', da blüht es hervor, da pflückt man es ab, - doch mir blüht's nur, wenn ich selber im Grab. Hier sind nun die Lieder, die einst so wild, wie ein Lavastrom, der dem Ätna entquillt, Hervorgestürtzt aus dem tiefsten Gemüt, und rings viel blitzende Funken versprüht! Nun liegen sie stumm und totengleich, nun starren sie kalt und nebelbleich, doch aufs neu die alte Glut sie belebt, wenn der Liebe Geist einst über sie schwebt. Und es wird mir im Herzen viel Ahnung laut: der Liebe Geist einst über sie taut; einst kommt dies Buch in deine Hand, du süßes Lieb im fernen Land. Dann löst sich des Liedes Zauberbann, die blaßen Buchstaben schaun dich an, sie schauen dir flehend ins schöne Aug', und flüstern mit Wehmut und Liebeshauch.
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- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Junge Leiden, in Lieder, no. 9 [author's text not yet checked against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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