by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814)
In der Mitternacht
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Language: German (Deutsch)
Todesstille deckt das Thal Bey des Mondes halbem Strahl; Winde flistern, dumpf und bang, In des Wächters Nachtgesang. Leiser, dumpfer tönt es hier In der bangen Seele mir, Nimmt den Strahl der Hoffnung fort, Wie den Mond die Wolke dort. Hüllt, ihr Wolken, hüllt den Schein Immer tiefer, tiefer ein! Vor ihm bergen will mein Herz Seinen tiefen, tiefen Schmerz. Nennen soll ihn nicht mein Mund; Keine Thräne mach' ihn kund; Senken soll man ihn hinab Einst mit mir ins kühle Grab. O der schönen langen Nacht, Wo nicht Erden-Liebe lacht, Wo verlaßne Treue nicht Ihren Kranz von Dornen flicht! An des Todes milder Hand Geht der Weg ins Vaterland; Dort ist Liebe sonder Pein; Selig, selig werd' ich seyn.
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Confirmed with J. G. JHacobi's sämmtliche Werke. Dritter Band. Zweyte rechtmäßige, verbesserte und vermehrte Auflage. Zürich, bey Orell, Füßli und Compagnie. 1809, pages 245-246; and with Gedichte von Johann Georg Jacobi. Zweyter Theil. Wien, 1816. Bey Ch. Kaulfuß & C. Armbruster (Meisterwerke deutscher Dichter und Prosaisten. Siebenzehntes Bändchen), pages 112-113.
Text Authorship:
- by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814), "In der Mitternacht" [author's text checked 1 time against a primary source]
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