by Georg Scheurlin (1802 - 1872)
Wohl starb er treuen Tod See original
Language: German (Deutsch)
Wir zogen mit einander
Hornist und Musketier,
Vier Arme, wenn wir stritten,
Zwei Füße, wenn wir schritten,
Ein Herz, wenn im Quartier.
Wir hielten fest zusammen,
Was immer mochte sein;
So bald mein Horn sich rührte
Da focht und da marschirte
Der Brave hinterdrein.
Bis auf das Feld von Lützen,
Da traf die Kugel recht,
Da lag in seinem Blute
Der treue und der gute,
Der tapfre Landesknecht;
Und sprach: Daß Gott genade,
Mir kommt die letzte Noth!
Drum' deck' mich zu mit Rasen
Und thu' das Lied mir blasen:
"Wohl starb er treuen Tod!"
Ich nahm ihn in die Arme,
Die Augen schloß er sacht; --
Ob er, ob ich geschieden? --
Wir lagen Beid' in Frieden
Und tief auf uns die Nacht.
Drauf deckt ich ihn mit Rasen,
So wie er mir gebot,
Und blies mit hellen Zähren
Ihm übers Grab zu Ehren:
"Wohl starb er treuen Tod."
...
Note: the text above is taken from stanzas 1-6 of the original text.
Composition:
- Set to music by Ferdinand Kamm (1845 - 1897), "Wohl starb er treuen Tod", op. 45 (Liedersaal für Frauenchor. 90 drei- und vierstimmige Lieder für Schule, Haus und Verein) no. 15, published 1896, stanzas 1-6 [ ssa chorus ], Zürich & Leipzig: Hug
Text Authorship:
- by Georg Scheurlin (1802 - 1872), "Treuer Tod", appears in Gedichte (1851), in Leben, first published 1851
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This text was added to the website: 2011-12-27
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