Wie einer, der im Traume liegt
Language: German (Deutsch) 
Wie Einer, der im Traume liegt 
Versank ich still und laß, 
Mir war's, als hätt' ich obgesiegt, 
Bezwungen Lieb' und Haß. 

Doch fühl' ich, daß zu jeder Frist 
Das Herz sich quält und bangt, 
Und daß es nur gebrochen ist, 
Anstatt zur Ruh' gelangt. 

Du hast zerstückt mit Unbedacht 
Den Spiegel dir, o Thor! 
Nun blickt der Schmerz verhundertfacht, 
Vertausendfacht hervor. 

Confirmed with Gesammelte Werke des Grafen August von Platen, erster Band, Stuttgart und Augsburg: J. G. Cotta'sche Verlag, 1856, page 47. Appears in Lieder und Romanzen. The poem was written in 1819 and revised in 1848.


Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Research team for this text: Harry Joelson , Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2014-01-30
Line count: 12
Word count: 61