by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

Amor und Fortuna
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Die Heidengötter sitzen stumm 
In ihren Grabeshügeln.
Nur zweie fliegen noch herum 
Mit nimmermüden Flügeln.
Der eine scharfe Pfeile schnellt,
Die andre klimpert mit dem Geld;
So zieh'n sie durch die Welt,
   Juchhe! 
So zieh'n sie durch die Welt.

Den Bogenschützen jeder kennt,
Der über fünfzehn Jahre,
Doch nach der andern Mancher rennt
Vergebens bis zur Bahre.
Sie finden meist sich einzeln ein,
Doch wenn sie einem nah'n zu zwei'n,
Das muss ein Glückspilz sein,
    Juchhe! 
Das muss ein Glückspilz sein.

Ich sang dir, kleiner Bösewicht,
Gar manches Lied zum Ruhme.
Nun geh' und quäl' mich länger nicht
Und schick' mir deine Muhme. 
Die streicht herum, ich weiss nicht wo,
Macht andre Leute reich und froh,
Und ich lieg' auf dem Stroh,
    O weh! 
Und ich lieg' auf dem Stroh.

Confirmed with Spielmannslieder von Rudolf Baumbach, Leipzig, Verlag von A. G. Liebeskind, 1882, pages 17-18.


Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Cupid and Fortuna", copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website: 2016-08-02
Line count: 27
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