by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832)

Jägers Nachtlied
Language: German (Deutsch) 
Im Felde schleich ich still und wild,
Lausch mit dem Feuerrohr,
Da schwebt so licht dein liebes Bild,
Dein süßes Bild mir vor!

Du wandelst izt wohl still und mild
Durch Feld und liebes Thal,
Und ach mein schnell verrauschend Bild
Stellt sich dirs nicht einmal?

Des Menschen, der in aller Welt
Nie findet Ruh noch Rast;
Dem wie zu Hause so im Feld
Sein Herze schwillt zur Last?

Mir ist es, denk ich nur an dich,
Als säh' den Mond ich an;
Ein süßer Friede kommt auf mich,
Weiß nicht wie mir gethan!

P. Kayser sets stanzas 1-2

Confirmed with Christoph Martin Wieland's Der Teutsche Merkur vom Jahr 1776. Ihro Römisch-Kayserlichen Majestät zugeeignet. Mit Königl. Preuß. und Churfürstl. Brandenburg. gnäd. Privilegio. Erstes Vierteljahr. Weimar, pages 8-9.

Note: This is the original Version of Goethe's "Jägers Abendlied", anonymously published (with "G." as the author's abbreviation).


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Set in a modified version by Jos. Abendheim, R. Andersch, Johann Heinrich Carl Bornhardt, August Bungert, Friedrich, Freiherr von Dalberg, Moritz, Graf von Dietrichstein, Conrad Gompertz, Wilhelm Ferdinand Halter, Louise Pauline Marie Héritte-Viardot, Friedrich Heinrich Himmel, Johann Christoph Kienlen, Bernhard Klein, Immanuel Friedrich Knapp, Nikolaus, Freiherr von Krufft, Leopold Lenz, Nikolai Karlovich Medtner, Arnold Mendelssohn, Heinrich Meyer, Ignaz von Mosel, Heinrich Panofka, Karl Martin Reinthaler, Paul Samuel, Franz Peter Schubert, Johann Xaver Sterkel, Václav Jan Křtitel Tomášek, Bernhard Anselm Weber, Moritz Weyermann, Johannes Weyrauch, Karl Friedrich Zelter.


Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

Text added to the website: 2017-06-05 00:00:00
Last modified: 2017-06-05 02:54:56
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