Liebesscherz
Language: German (Deutsch) 
Wo e kleins Hüttle steht,
Ist e kleins Gütle;
Und wo viel Bube sind,
Mädle sind, Bube sind,
Do ist's halt lieble.

Lieble ist's überall,
Lieble auf [Erde]1;
Wenn es nur mögle wär,
Z'mache wär, mögle wär,
Mein müßt du werde.

‚Schätzle, [des]2 kann net sein,
Muß ja jetz wandre;
Aber wohin i geh,
Wo-n-i steh, wo-n-i geh,
Denk an kein Andre!‘

Wenn zu mei'm Schätzle kommst,
Sag, i laß grüße;
Wenn es fragt, wie mer's geht,
Wie es steht, wie es geht,
Sag: auf zwei Füße!

Und wenn es lustig ist,
Sag, i sei g'storbe,
Wenn's aber weine thut,
Klage thut, weine thut,
Sag, i komm morge.

Mädle, trau net so wol,
Du bist betroge:
Daß i de gar net mag,
Nemme mag, gar net mag,
Sell ist verloge.

F. Hiller sets stanzas 1-3

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Confirmed with Jungbrunnen: Die schönsten deutschen Volkslieder. Gesammelt von Georg Scherer, Dritte Auflage, Berlin, Verlag von Wilhelm Hertz, 1875, pages 163-164.

1 Hiller: "Erden"
2 Hiller: "das"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Ferdinand von Hiller (1811 - 1885), "Liebesscherz", op. 159 (Acht volksthümliche Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung), published 1878, stanzas 1-3 [ voice and piano ], Köln, P.J. Tonger [sung text checked 1 time]

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in German (Deutsch), [adaptation] ; composed by Friedrich Silcher.

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-06-18
Line count: 30
Word count: 130