by Walt Whitman (1819 - 1892)
Translation by Johannes Schlaf (1862 - 1941)

Schlagt! Schlagt! Trommeln!
Language: German (Deutsch)  after the English 
Schlagt! Schlagt! Trommeln!
Blast, blast, Hörner!
Durch Fenster brecht und Türen
mit unbarmherziger Gewalt;

Und in der stillen Kirche
löst die Andacht auf.
Stört den Studenten im Hörsaal.
Stört das Glück des harmlosen Bräutigams
bei seiner Braut.

Den friedlichen Farmer bei Pflug und Ernte
laßt nicht in Ruh.
So grimmig schlagt und rasselt, Trommeln!
So schrill, ihr Hörner, blast!

Schlagt! Schlagt! Trommeln!
Blast, Hörner, blast!
Durch Handel und Wandel der Städte,
durch Rädergedröhn der Straßen;

Sind in den Häusern nächtens
die Betten bereitet?
Die Schläfer dürfen 
in diese Betten nicht schlafen.

Die Händler dürfen Handel nicht treiben 
bei Tage; nicht Makler und nicht Spekulanten!
Wollen sie ihre Geschläfte betreiben?
Die Redner, wollen sie reden?

Schicken die Sänger sich an zu singen?
Dann wirbelt schneller, lauter, Trommeln!
Und wilder, Hörner, blast!
Schlagt! Schlagt! Trommeln!
Blast, Hörner, blast!

Was da Verhandlung, und was da Beschwerde!
Achtet nicht der Zagen,
auf Klagen nicht und Tränen!
Nicht der Bitten des Vaters für den Sohn!
Überdröhnt des Kindes Stimme
und der Mutter Flehn!
Bahn macht für die Bahren,
die Toten schütten sollen für den Leichenwagen!
So rauh euer Dröhnen,
schreckliche Trommeln!
ihr Hörner, so hart euer Blasen!

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Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Alberto Pedrotti

This text was added to the website: 2003-11-04
Line count: 41
Word count: 192