by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)

Vom Berge
Language: German (Deutsch) 
[Jetzt]1 steh ich auf der höchsten Höh
   Und lug' [ins Land]2 hinein,
Ob ich nicht mein' Herzallerliebste seh,
   Aber ach! es kann nicht sein.

Wär's nicht zu weit, zu weit von hier
   Bis zu der Liebsten hin,
Wär' ich lange schon bei ihr, bei ihr,
   Der ich nun so ferne bin.

Sie sitzet wohl am Fensterlein
   Und schaut hinaus in die Fern',
Und flüstert [leise]3: "Vergißnichtmein!"
   Lieber Schatz, ich käme gern.

Als die erste Frühlingssonne schien,
   Zog ich aus in den jungen März,
Wenn die Vögel in den Mittag ziehn,
   Komm ich an dein warmes Herz.

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1 Siebmann: "Nun"; further changes may exist not shown above.
2 Franz: "in das Land"
3 Franz: "leis"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Harry Joelson

Text added to the website: 2010-11-13 00:00:00
Last modified: 2017-08-30 20:15:11
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