by Georg Scheurlin (1802 - 1872)

Die Fenster sonnen, der Winter ist aus
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): DUT
Die Fenster sonnen, der Winter ist aus,
der Frühling grüßet von Haus zu Haus,
die lustigen Finken schlagen,
die Knospen alle sind wieder wach,
der Himmel äugelt aus blauem Dach,
und schimmernde Hügel ragen.
O seliger Frühling! O junges Grün!
Ach Herze, könntest du grünen und blühn'n,
in diesen sonnigen Tagen! 

Die Scheiben tauen, nun duftet der März,
tu' auf das Fenster, tu' auf dein Herz,
der Frühling will nimmer säumen;
die Sehnsucht lispelt in leisem hauch,
die Liebe nistet in jedem Strauch,
und Hoffnung auf allen Bäumen.
O seliges Hoffen! O junges Grün!
Bald Herze, darfst du auch grünen und blühn,
und selig in Liedern träumen! 

Nun Lenz im Herzen und Frühling im Tal,
da grüßt auch Liebe vieltausendmal,
und lüftet die freien Schwingen.
Will Alles blühen, die Brust wird weit,
als müsst' sie entzwei vor süßem Leid,
vor schmerzlicher Wonne springen.
O selige Liebe! O seliges Grün!
Nun Herze, sollst du ja grünen und blühn'n,
und hell im Jubel erklingen.

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Researcher for this text: Michael Leinert

Text added to the website: 2009-04-19 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:27
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