by Anton Wildgans (1881 - 1932)

Du bist der Garten, wo meine Hände
Language: German (Deutsch) 
Du bist der Garten, wo meine Hände
Über die weißen Wege gehn.
Du bist das Blühen und das Gelände
Der sanften Hügel und blauen Seen.
Denn deine Augen, sie gleichen diesen,
Und deine Lenden sind die Wiesen,
Nach denen meine Träume sehn.

Du bist der Garten, wo meine Seele
Über die dämmernden Wege geht.
Du bist der Mohnduft für [alle]1 Fehle
Und meiner Reue verschwiegenes Beet.
Denn alles, so mir im Suchen begegnet,
Du hast es geheiligt und gesegnet,
Daß es in mir wie ein Bildnis steht.

Du bist der Garten, wo meine Liebe
Unter den purpurnen Bäumen träumt.
Du bist das feinste der feinen Siebe
Wodurch alle Gierde geläutert scheint.
Du bist das Singen der Nachtigallen,
Die singen und sterbend niederfallen,
Du bist das Leben – das ich versäumt.

J. Marx sets stanzas 1-2

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Confirmed with Anton Wildgans, Sämtliche Werke, Historisch-kritische Ausgabe in sieben Bänden, hrsg. von Lilly Wildgans; Siebenter Band: Zu Zeit und Welt, Bellaria-Verlag, Wien / Verlag Anton Puster, Salzburg [1958], page 289. The first two stanzas were written in 1907, and the third in 1909.

1 Marx: "meine"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Ferdinando Albeggiani , Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2008-06-21
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