by Julius Mosen (1803 - 1867)

Die Schwalben, ja die Schwalben
Language: German (Deutsch) 
Die Schwalben, ja die Schwalben
bei'm Hirten sind sie gern,
und wenn die Blatter fallen,
ziehn sie wohl in die Fern',
wohl in die Fern', so gern, so gern!

Zu jedem Lamme plaudern
sie noch ein heimlich Wort:
Wir dürfen nicht mehr zaudern,
der Winter treibt uns fort,
von Ort zu Ort, uns Schwalben fort.

Der muntre Hirte singet:
"Seht ihr nach meinem Sinn
ein Schätzchen, nun, dem bringet
die schönsten Grüße hin,
dahin dahin, nach meinem Sinn.

Ja grüßt mir alle Mädchen
zu Berg und auch zu Thal,
die Schönsten in den Städtchen
viel liebe tausendmal!
zu Berg und Thal, viel tausendmal."

Die Schwalben zogen munter
durch grauen Nebelstreif,
der Hirte still hinunter
im ersten Winterreif,
durch Schnee und Reif und Nebelstreif.

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Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Harry Joelson

This text was added to the website: 2011-03-02
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