by Heinrich Heine (1797 - 1856)

Auf den Wällen Salamankas
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Auf den Wällen Salamankas
sind die Lüfte lind und labend;
dort, mit meiner holden Donna,
wandle ich am Sommerabend.

Um den schlanken Leib der Schönen
hab ich meinen Arm gebogen,
und mit selgem Finger fühl ich
ihres Busens stolzes Wogen.

Doch ein ängstliches Geflüster
zieht sich durch die Lindenbäume,
und der dunkle Mühlbach unten
murmelt böse, bange Träume.

"Ach, Señora, Ahnung sagt mir:
Einst wird man mich relegieren,
und auf Salamankas Wällen
gehn wir nimmermehr spazieren."

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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