by Albert Träger (1830 - 1912)

Wenn du noch eine Heimat hast
Language: German (Deutsch) 
Wenn du noch eine Heimat hast,
so nimm den Ranzen und den Stecken
und wnd're, wand're ohne Rast,
bis du erreicht den teuren Flecken.

Und strecken nur zwei Arme sich
in freud'ger Sehnsucht dir entgegen,
fließt eine Träne nur um dich,
spricht dir ein einz'ger Mund den Segen:

Ob du ein Bettler, du bist reich,
ob krank dein Herz, dein Mut beklommen,
gesunden wirst du allsogleich,
hörst du das süße Wort: Willkommen!

Und ist verweht auch jede Spur,
zeigt nichts sich deinem Blick, dem nassen,
als grün berast ein Hügel nur,
von allem, was du einst verlassen:

O, nirgends weint es sich so gut,
wie weit dich deine Füße tragen,
als da, wo still ein Herze ruht,
das einstens warm für dich geschlagen.

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Johann Winkler

This text was added to the website: 2020-11-05
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