sometimes misattributed to Adolf Böttger (1815 - 1870) and by Theodor Apel (1811 - 1867)

Die einsame Rose
Language: German (Deutsch) 
Das Röslein steht am Felsenrand 
  Auf steilen Bergeshöh'n,
Dort blüht es einsam, nicht gekannt, 
  Und duftet doch so schön. 

Es blicket weit hin in das Land,
  Wo seine Schwestern stehn,
Und wird auf steiler Felsenwand
  Von unten kaum gesehn.

Doch blüht es weiter, wär' es auch 
  Für Sonne nur und Luft,
Und füllt ringsum [durch seinen Hauch] 1 
  Den Raum mit süßem Duft.

Und du, mein Herz, [da]2 einsam, fern 
  Von andern Herzen schlägt --
Was soll dein Sehnen, das so gern
  Dich in die Ferne trägt?

Was zieht dich so gewaltsam fort,
  Zu Lieb' und Leid zurück?
Genügt dir, wie dem Röslein dort, 
  Nicht hier ein stille Glück?

So schlage denn zu And'rer Lust,
  Bis du zur Ruhe gehst, 
Und dann in lieberfüllter Brust 
  Gebrochen stille stehst.

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Note: this poem is sometimes misattributed to Böttger - perhaps because it is included in an anthology of poetry collected by Böttger.
1 Kalliwoda: "mit seinem Hauch"
2 Kalliwoda: "das"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Andrew Schneider [Guest Editor]

This text was added to the website: 2012-05-24
Line count: 24
Word count: 127