by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

Ein Geiger sitzt am Strassenrand
Language: German (Deutsch) 
Ein Geiger sitzt am Strassenrand 
Den Hui in's Haar gedrückt.
Er ist bekannt in Stadt und Land;
Der Geiger ist verrückt.
    Zerrissen ist sein Kleid,
    Durchlöchert ist sein Schuh,
Er schwingt den Bogen nimmer müd
    Und singt dazu:

,,Drei Saiten hat die Fiedel mein,
Die beste Saite sprang;
Drei Lieder weiss ich noch allein
Von hundert, die ich sang.
    Das erste sagt von Lieb,
    Das zweite sagt von Treu,
Das dritte klingt gar wüst und wild 
    Wie Sturm im Mai.`` 

About the headline (FAQ)

Confirmed with Lieder eines fahrenden gesellen von Rudolf Baumbach, Vierte Auflage, Leipzig, Verlag von A. G. Liebeskind, 1882, p. 163.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2013-12-09
Line count: 16
Word count: 80