Kammergesänge

Song Cycle by Gottfried von Einem (1918 - 1996)

Word count: 410

1. Sehnsucht nach der Nachtigall [sung text not yet checked]

Ich will den Frühlingswind, o Nachtigall,
Mit weichen Blumendüften zu dir senden,
Damit sie dir den Weg herüberweisen
In unsre Flur, -- wir warten schon so lang!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Yearning for the nightingale", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Die Einsame [sung text not yet checked]

An dunkelblauem Himmel steht der Mond.
Ich habe meine Lampe ausgelöscht,
schwer von Gedanken ist mein einsam Herz.
Ich weine, weine;
meine armen Tränen rinnen so heiß und bitter von den Wangen,
weil du so fern bist meiner großen Sehnsucht,
weil du es nie begreifen wirst,
wie weh mir ist, wenn ich nicht bei dir bin.

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  • CZE Czech (Čeština) (L. Horáková)
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "La solitaire", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Hubert Schmid

3. Noch einmal [sung text not yet checked]

Noch einmal lass mich, o Geliebter,
Bevor ich diese Welt verlasse,
Dein liebes Antlitz wiedersehen,
Dass ich es tief in meine Seele
Einpräge und es mit mir nehme
Ins dunkle Land der Ewigkeit.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Bitte an den Hund [sung text not yet checked]

Wenn mein Geliebter in der Nacht
Den Binsenzaun durchbricht und leise
Zu mir hereinsteigt,—Hund, ich rate
Dir ernstlich: hülle dich in Schweigen,
Verrate ihn den Leuten nicht,—
Es soll dir gut gehn, lieber Hund!

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

5. Die Tulpen heben ihre Kelche [sung text not yet checked]

Die Tulpen heben ihre Kelche
mit keckem Sinn zum Himmel auf:
sie wollen Wein zu trinken haben.
Der Ostwind streift verliebten Sinnes
der Rosenblüten junge Busen,
daß ganz sie aus den Miedern quellen.
Durch diese edeln Spießgesellen
wird meine Tugend nicht gefördert:
sie ziehn mich in den Sündenpfuhl!
O Freunde! seid des Schönen,
Reinen und Unverfälschten stets beflissen,
rein sei der Wein auch, den ihr trinket.
Und wenn ich einmal tot bin,
scharrt mich nicht in die trostlos dumpfe Erde,
tragt mich in einen duftigen Keller,
begrabt mich in ein Faß voll Wein.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Und wie manche Nacht [sung text not yet checked]

Und wie manche Nacht
 [ ... ]

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7. Ein junger Dichter denkt an seine Geliebte [sung text not yet checked]

Der Mond steigt aufwärts, ein verliebter Träumer,
Um auszuruhen in dem Blau der Nacht.

Ein feiner Windhauch küßt den blanken Spiegel 
Des Teiches, der sich melodisch bewegt.

O holder Klang, wenn sich zwei Dinge einen,
Die um sich zu vereinen sind geschaffen.

Ach, was sich zu vereinen ist geschaffen,
Vereint sich selten auf der [dunkeln]1 Erde!

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  • CZE Czech (Čeština) (L. Horáková)
  • ENG English (Malcolm Wren) , "A young poet thinks of the beloved", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Un jeune poète pense à sa bien-aimée", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Hans Bethge, Die chinesische Flöte, Inselverlag, Leipzig, 1907, page 16.

1 Braunfels, Michielsen, Provaznik : "dunklen"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Malcolm Wren [Guest Editor]

8. Der volle Mond steigt aus dem Meer herauf [sung text not yet checked]

Der volle Mond steigt aus dem Meer herauf,
das Wasser liegt so stille wie eine Wiese aus Silber da.
O wundervolle Nacht.
In einem Boote liegen junge Freunde beisammen, 
trinken Wein aus dünnen Schalen und blicken zu den zarten Wolken auf,
die ober dem Gebirg, vom Mond beglänzt, hinwandeln wie ein Reigen.
Einige der Knaben flüstern...
Dieses sei die Schar der schönen weißen Gattinen des Kaisers.
Doch einer, wohl ein Dichter, spricht:
O Freunde, es sind die Schwäne aus der andern Welt.

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Die chinesische Flöte. Nachdichtungen chinesischer Lyrik, Band 1, YinYang Media Verlag. ISBN 3-9806799-5-0.

Researcher for this text: Peter Donderwinkel

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