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Lieder-Album für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Word count: 890

by Karl Heinrich Carsten Reinecke (1824 - 1910)

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1. Der Schelm [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "The sprite"


Es geht ein Schelm durch alle Land',
Der ist bei Alt und Jung bekannt,
Ein Knabe ist's mit Äuglein klar,
Mit Schelmengrübchen und Lockenhaar,
Er schaut so fromm unschuldig drein,
Jungfräulein,
Hüt' dich fein,
Sonst wird dein Herz verloren sein!

'Ne Maid am Fenster sass und spann,
Da ritt des Wegs ein Reitersmann,
Er sah sie an so wonniglich,
Das fuhr in's Herz ihr, dass sie erblich.
"Um Gott! Was war dir, Tochter mein?"
Mütterlein,
Schick dich drein!
Nun wird sie verloren sein.

Wer stehet dort in der Thür und lacht?
Das ist der Schelm, der das vollbracht.
Er traf die Maid, er traf den Mann,
Hat seine Herzensfreude dran.
So treibt er seine Schelmerei'n,
Klug und fein
Jahr aus, Jahr ein,
Kein Mensch mag vor ihm sicher sein.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Klein Anna Kathrin [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch) after the Plattdeutsch

Authorship


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O willst mich nicht mitnehmen, klein Anna Kathrin?
O willst mich nicht mitnehmen, klein Anna Kathrin?
Du konntest ja wohl fahren, du könntest ja wohl reiten --
Oder willst an meiner Seite gehn, klein Anna Kathrin?

Was schiert mich dein Vater, sein Haus und sein Feld!
Was schiert mich deine Muhme, ihr Stolz und ihr Geld!
Sag bloß, ich soll mitgehn, sag bloß, du bist mein,
Und komm im Leinwollenrock, klein Anna Kathrin!


Submitted by Emily Ezust [Administrator]

3. Curiose Frage [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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Was ist gescheh'n? Was ist gescheh'n?
         (Halblaut, wie flüsternd)
Die Sträucher und [Bäum]1 und Blumen und Gras 
[Sie]2 haben mitsammen, ich weiß nicht was. 
Der Schmetterling flattert von Ort zu Ort, 
[Er]3 flüstert der Primel manch [heimlich]4 Wort,
[Und]5 die Primel muß es der Tulpe sagen, 
[Und]5 die Tulpe muß die Aurikel befragen -- 
Das [wispert]6 ohn' Ende! 
Wunderlich! Wunderlich! 
Wer's nur verstände!

[ ... ]
Was ist gescheh'n? Was ist gescheh'n? (Wieder halblaut, wie verwundert) [Dort]10 steht ein Paar [an dem]11 Gartenthor. [Sie sagen sich wichtige Dinge]12 ins Ohr; -- Und drüben am Hause, da winkt es hinauf, Und leise thut sich ein Fenster auf. [Still wird's auf Erden und still am Himmel, (Seufzend) Nur mir im [Herzen bleibt das]13 Gewimmel. Wer macht ihm ein Ende?]14 Wunderlich, wunderlich! Wer's nur verstände!

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Note: the indications in italics were not set by Kücken or Reinecke.
1 Kücken: "Bäume"
2 Kücken, Reinecke: "Die"
3 Reinecke: "Und"
4 Kücken: "heimliches"
5 omitted by Reinecke
6 Kücken: "wispelt" ; Reinecke: "wispert und flüstert"
7 omitted by Kücken
8 Kücken: "singen und rufen"
9 Kücken:
Und die Quellen schwätzen im Waldesdunkel,
und sie winken einander, das giebt ein Gemunkel.
10 Kücken, Reinecke: "Da"
11 Kücken: "am"
12 Reinecke: "Das sagt sich viel wichtige Ding' "
13 Kücken: "Herzen da bleibt ein"
14 Reinecke:
Still wird's auf Erden, am Himmel still,
Mein Herz alleine nicht ruhen will.
Wann hat das ein Ende!

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor] and Harry Joelson

4. Abendreih'n [ sung text not yet checked against a primary source]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG ENG FRE FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Michael P. Rosewall) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du soir", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


"Guten Abend, lieber Mondenschein!
Wie blickst mir so traulich ins Herz hinein!
Nun sprich, und laß dich nicht lange fragen,
Du hast mir gewiß einen Gruß zu sagen,
    Einen Gruß von meinem Schatz!" --
 
"Wie [sollt']1 ich bringen den Gruß zu dir?
[Du hast ja]2 keinen Schatz bei mir;
Und was mir da unten die [Burschen]3 sagen,
Und was mir die Frauen und Mädchen klagen,
    Ei, das versteh' ich nicht." --
 
"Hast Recht, [mein]4 lieber Mondenschein,
Du darfst auch Schätzchens Bote nicht sein;
Denn thätst [du zu tief]5 ihr ins Auge sehen,
Du könntest ja nimmermehr untergehen,
    Schienst ewig nur für sie.“
 
Dies Liedchen ist ein Abendreih'n,
Ein Wandrer sang's im Vollmondschein;
Und die es lesen bei Kerzenlicht,
Die Leute verstehen das Liedchen nicht,
    Und ist doch kinderleicht.


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Confirmed withGedichte von Wilhelm Müller, mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Müller, Erster Theil, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1868, page 34

1 Draeseke, Fischhof: "soll"
2 Draeseke, Fischhof: "Hab' ich doch"
3 Draeseke: "Bursche"
4 Draeseke, Fischhof: "du"
5 Gade: "zu tief du"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor] and Andrew Schneider [Guest Editor]

5. Mailied

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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6. Waldständchen [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Serenade in the forest"


Herbstwinde sausen,
Mühlräder brausen,
Waldmühle plaudert so süß, so fern,
Waldbächlein rauschet,
Mein Herze lauschet
Dem Plaudern der Mühle so gern;
 
Waldmüller mahlet,
Wonniglich strahlet
Waldmüllers schönes Töchterlein.
Durch das Getose,
Liebliche Rose,
Hör' ich und seh' ich nur dich allein!
 
Herbstwinde sausen,
Mühlräder brausen,
Waldmühle plaudert so süß, so nah,
Fensterlein blinket,
Tüchlein mir winket,
Du, süßes Mägdlein, bist da!
 
Nur nicht gezaudert,
Waldmühle plaudert!
Komm doch du schönes Mägdelein.
Durch das Getose,
Liebliche Rose,
Horch meine Sange und lass mich ein.


Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

7. Der Kobold [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Authorship


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„Heut ist die Walpurgisnacht,
schliess’, Gretchen, die Fenster zu,
Hör’ nur, hör’, wie’s im Wald kracht,
lösch dein Licht und geh’ zur Ruh’.

Heut ist die Walpurgisnacht,
Alp und Kobold schleichen hier,
denk’ den Schrecken wenn er lacht
In das off’ne Fenster dir!“

Und die alte Muhme ging,
Gretchen trat ans Fenster sacht,
sternenvoll der Himmel hing,
o wie lieblich war die Nacht!

Gretchen schloss das Fenster
vor dem hellen Mondenlicht,
Gretchen schloss das Fenster zu,
doch die Türe schloss sie nicht;

und zur Türe huscht’s hinein,
schlang um Gretchen einen Arm,
Hell beglänzt vom Mondenschein,
küsste herzlich sie und warm.

Wer es war, das sag’ ich nicht,
ein Gespenst ganz eig’ner Art,
Muhme macht’ ein bös Gesicht,
hätt’ den Kobold sie gewahrt;

denn das Gretchen schien im gar so gut,
schmiegt’ an ihn so zärtlich sich,
zeigte ganz erstaunlich Mut
und sprach leis: ich liebe dich.


Submitted by Matthias Fletzberger

8. Der Schwur

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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9. Das golden Ringlein

Language: German (Deutsch)

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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10. Schlummerlied [ sung text checked 1 time]

Language: German (Deutsch)

Translation(s): ENG FRE

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Slumber song", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Draußen [blinket in silbernem]1 Schein
Schon der Mond mit den Sternelein,
Und [der Tag ist wieder entflohn]2,
Blumen und Vögel [sie]3 schlafen schon.
   [Su su su!
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!]3

Leid und Freude, Kummer und Qual
Ziehen [noch]4 über Berg und Tal,
Suchen Herberg' im Abendschein,
Schleichen in Haus und [Herzen]5 ein.
   [Su su su!]6
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!

Kommt die [Freude]7, wir lassen sie ein,
Leid und Kummer soll draußen sein.
Nur die [Freude halte]8 die Wacht
[Fröhlich]9 bei dir die [lange]10 Nacht!
   [Su su su!
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!]3

Schleicht das Leid sich [dennoch]11 ein,
[Heißt, mein Kindchen, dich weinen und schrei'n]12,
[Eilt die Mutterliebe]13 herzu,
Sitzt an der Wieg' und [singet im Nu]14:
   [Su su su!]6
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!


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1 Reinecke: "blickt im silbernen"
2 Gumbert: "wieder ist der Tag entfloh'n"
3 Omitted by Reinecke.
4 Gumbert: "all' "
5 Gumbert: "in Herzen"
6 Reinecke: "Alles schläft, so"
7 Reinecke: "Freud'"
8 Gumbert: "Freude, die halte"
9 Reinecke: "Treulich"
10 Gumbert: "ganze"
11 Reinecke: "doch bei dir"
12 Reinecke: "Heißt dich weinen, süss' Kindchen mein"
13 Reinecke: "Mutterliebe, sie eilt"
14 Reinecke: "singt dazu"

Submitted by Sharon Krebs [Guest Editor]

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