by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882)
Des Mondes Silberblume lacht
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Language: German (Deutsch)
Des Mondes Silberblume lacht, Und ruft mit seelenvollem Blick In unsre düstre Erdennacht Der Liebe Paradies zurück. Vom mächt'gen Arm des Schlafs besiegt, Entschlummert Sorge, Noth und Pein, Das Zarte nur und Schöne fliegt Entfesselt in den Freudenreihn. Doch seht! die Fluren sind vertauscht, Das ist die alte Erde nicht, Ein Feengarten, duftumrauscht, Voll Nebelschmelz und Zauberlicht. Der Busen athmet leicht und frei, Von roher Lebenslast befreit, Und trinkt in stiller Schwärmerei Des Himmels volle Seligkeit. Doch mahnt das Lied der Nachtigall An seine Welt das weiche Herz. - In aller Wonne weckt ihr Schall Den tiefsten Schmerz - der Liebe Schmerz!
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Franz von Schober. Stuttgart und Tübingen. J. G. Cotta'scher Verlag. 1842, page 42; and with Gedichte von Franz von Schober. Zweite, vermehrte Auflage. Leipzig Verlagsbuchhandlung von J. J. Weber. 1865, pages 53-54.
Note: Schubert received all poems from Schober in handwritten form. A (possibly later) autograph of this poem with the title Mondenschein is kept in the Vienna City Library.
Text Authorship:
- by Franz Adolf Friedrich von Schober (1796 - 1882), "Vollmondnacht" [author's text checked 1 time against a primary source]
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