by Johann Peter Hebel (1760 - 1826)
Neujahrslied
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Language: German (Deutsch)
Mit der Freude zieht der Schmerz Traulich durch die Zeiten, Schwere Stürme, milde Weste, Bange Sorgen, frohe Feste Wandeln sich zur Seiten. Und wo manche Thräne fällt, Blüht auch eine Rose, Schon gemischt, noch eh' wir's bitten, Ist für Thronen und für Hütten Schmerz und Lust im Loose. War's nicht so im alten Jahr? Wird's im neuen enden? Sonnen wallen auf und nieder, Wolken geh'n und kommen wieder, Und kein Wunsch wird's wenden. Gebe denn, der über uns Wägt mit rechter Waage, Jedem Sinn für seine Freuden, Jedem Mut für seine Leiden, In die neuen Tage. Jedem auf des Lebens Pfad Einen Freund zur Seite, Ein zufriedenes Gemüthe, Und zu stiller Herzensgüte Hoffnung in's Geleite.
F. Mendelssohn sets stanzas 1-4
Confirmed with Hebel's Werke, zweite Ausgabe in drei Bänden, Erster Band, Karlsruhe: Verlag der Chr. Fr. Müller'schen Hofbuchhandlung, 1853, page 239.
Text Authorship:
- by Johann Peter Hebel (1760 - 1826), "Neujahrslied" [author's text checked 1 time against a primary source]
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This text was added to the website: 2008-04-27
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