by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
Es zogen zwei rüst'ge Gesellen
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Es zogen zwei rüst'ge Gesellen Zum erstenmal von Haus, So jubelnd recht in die hellen, Klingenden, singenden Wellen Des vollen Frühlings hinaus. Die strebten nach hohen Dingen, Die wollten, trotz Lust und Schmerz, Was Recht's in der Welt vollbringen, Und wem sie vorübergingen, Dem lachten Sinnen und Herz. -- Der Erste, der fand ein Liebchen, Die Schwieger kauft' Hof und Haus; Der wiegte gar bald ein Bübchen, Und sah aus heimlichen Stübchen Behaglich in's Feld hinaus. Dem Zweiten sangen und logen Die tausend Stimmen im Grund, Verlockend' Sirenen, und zogen Ihn in der buhlenden Wogen Farbig klingenden Schlund. Und wie er auftaucht vom Schlunde Da war er müde und alt, Sein Schifflein das lag im Grunde, So still war's rings in die Runde Und über die Wasser weht's kalt. Es singen und klingen die Wellen Des Frühlings wohl über mir; Und seh' ich so kecke Gesellen, Die Tränen im Auge mir schwellen - Ach, Gott, führ' uns liebreich zu Dir!
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesText Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Die zwei Gesellen", appears in Gedichte, in 2. Sängerleben [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 30
Word count: 165