by Heinrich Hüttenbrenner (1799 - 1830)
Der Jüngling auf dem Hügel
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Language: German (Deutsch)
Ein Jüngling auf dem Hügel Mit seinem Kummer saß, Wohl ward der Augen Spiegel Ihm trüb' und tränennaß. Sah frohe Lämmer spielen Am grünen Felsenhang, Sah frohe Bächlein quillen Das bunte Tal entlang; Die Schmetterlinge sogen Am roten Blütenmund, Wie Morgenträume flogen Die Wolken in dem Rund; Und alles war so munter, Und alles schwamm in Glück, Nur in sein Herz hinunter Sah nicht der Freude Blick. Ach, dumpfes Grabgeläute Im Dorfe nun erklang, Schon tönte aus der Weite Ein klagender Gesang; Sah nun die Lichter scheinen, Den schwarzen Leichenzug, Fing bitter an zu weinen, Weil man sein Röschen trug. Jetzt ließ den Sarg man nieder, Der Totengräber kam, Und gab der Erde wieder, Was Gott aus selber nahm. Da schwieg des Jünglings Klage, Und betend ward sein Blick, Sah schon am schönern Tage Des Wiedersehens Glück. Und wie die Sterne kamen, Der Mond heraufgeschifft, Da las er in den Sternen Der Hoffnung hohe Schrift.
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Note: Schubert received Hüttenbrenner's poem in handwritten form. It has not been published independently from Schubert's song.
Text Authorship:
- by Heinrich Hüttenbrenner (1799 - 1830) [author's text not yet checked against a primary source]
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