by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843)
Ein Schäfer saß im Grünen
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Language: German (Deutsch)
Ein Schäfer saß im Grünen, Sein Liebchen süß im Arm; Durch Buchenwipfel schienen Der Sonne Strahlen warm. Er kos'te froh und heiter Von Liebeständeley. Da ritt bewehrt ein Reiter Den Glücklichen vorbey. »Sitz' ab, und suche Kühle!« Rief ihm der Schäfer zu. »Des Mittags nahe Schwüle Gebiethet stille Ruh'. Noch lacht im Morgenglanze So Strauch als Blume hier, Und Liebchen pflückt zum Kranze Die frischen Blüthen dir.« Da sprach der finstre Reiter: »Nie hielt mich Wald und Flur. Mich treibt mein Schicksal weiter, Und ach, mein ernster Schwur! Ich gab mein frisches Leben Dahin um schnöden Sold; Glück kann ich nicht erstreben, Nur höchstens Ruhm und Gold. Drum schnell, mein Roß, und trabe Vorbey, wo Blumen blüh'n. Einst lohnt wohl Ruh' im Grabe Des Kämpfenden Bemüh'n.«
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte von Fridr. Baron de la Motte-Fouqué. Neueste Auflage. Wien 1816. Bey B. Ph. Bauer, pages 77-78.
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- by Friedrich Heinrich Karl, Freiherr de La Motte-Fouqué (1777 - 1843), "Schäfer und Reiter" [author's text checked 2 times against a primary source]
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