by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890)
Des Fischers Liebesglück
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Language: German (Deutsch)
Dort blinket Durch Weiden, Und winket Ein Schimmer Blaßstrahlig Vom Zimmer Der Holden mir zu. Es gaukelt Wie Irrlicht, Und schaukelt Sich leise Sein Abglanz Im Kreise Des schwankenden See's. Ich schaue Mit Sehnen In's Blaue Der Wellen, Und grüße Den hellen, Gespiegelten Strahl. Und springe Zum Ruder, Und schwinge Den Nachen Dahin auf Dem flachen, Krystallenen Weg. Fein-Liebchen Schleicht traulich Vom Stübchen Herunter, Und sputet Sich munter Zu mir in das Boot. Gelinde Dann treiben Die Winde Uns wieder See-einwärts Vom Flieder Des Ufers hindann. Die blassen Nachtnebel Umfassen Mit Hüllen Vor Spähern Den stillen, Unschuldigen Scherz. Und tauschen Wir Küsse, So rauschen Die Wellen Im Sinken Und Schwellen, Den Horchern zum Trotz. Nur Sterne Belauschen Uns ferne, Und baden Tief unter Den Pfaden Des gleitenden Kahn's. So schweben Wir selig, Umgeben Vom Dunkel, Hoch überm Gefunkel Der Sterne einher. Und weinen Und lächeln, Und meinen, Enthoben Der Erde, Schon oben, Schon drüben zu seyn.
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Research team for this page: Rudi Spring , Peter Rastl [Guest Editor]
Confirmed with Gedichte von Carl Gottfried Ritter von Leitner. Wien, gedruckt bey J. P. Sollinger. 1825, pages 110-113; and with Gedichte von Karl Gottfried Ritter v. Leitner. Zweite sehr vermehrte Auflage. Hannover. Victor Lohse. 1857, pages 44-46.
Text Authorship:
- by Karl Gottfried von Leitner (1800 - 1890), "Des Fischers Liebesglück", written 1821, first published 1825 [author's text checked 2 times against a primary source]
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