Wohlauf! noch getrunken den funkelnden Wein! Ade nun, ihr Lieben! geschieden muß sein. Ade nun, ihr Berge, du väterlich' Haus! Es treibt in die Ferne mich mächtig hinaus. Die Sonne, sie bleibet am Himmel nicht stehn, Es treibt sie, durch Länder und Meere zu gehn. Die Woge nicht haftet am einsamen Strand, Die Stürme, sie brausen mit Macht durch das Land. Mit eilenden Wolken der Vogel dort zieht Und singt in der Ferne ein heimatlich' Lied, So treibt es den Burschen durch Wälder und Feld, Zu gleichen der Mutter, der wandernden Welt. Da grüßen ihn Vögel bekannt überm Meer, Sie flogen von Fluren der Heimat hierher; Da duften die Blumen vertraulich um ihn, Sie trieben vom Lande die Lüfte dahin. Die Vögel, die kennen sein väterlich' Haus, [Die Blumen einst]1 pflanzt' er der Liebe zum Strauß, Und Liebe, die folgt ihm, sie geht ihm zur Hand: So wird ihm zur Heimat das ferneste Land.
Zwei vierstimmige Männerchöre , opus 147
by Edwin Schultz (1827 - 1907)
1. Wanderlied  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862), "Wanderlied"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó del rodamón", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Trekkerslied", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Emily Ezust) , "Wandering song", copyright ©
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant de voyage", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Canzone di viaggio", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
1 Schumann: "Die Blumen, die"
2. Scheidelied  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Von der Allerliebsten scheiden Thut in tiefster Seele weh! Ach! was muß, was muß ich leiden, Da ich nun von dannen geh! Lebe wohl, und schließ mich ein, Schließ mich ein In dein Herzenskämmerlein! Alle Freuden müßen sterben, Wenn du von mir ferne bist; Jedes Blümlein muß verderben In der bittern Scheidefrist! Doch, mein Lieb, ich trag' es still, Trag' es still, Denk, so ist es Gottes Will. Lebe wohl, und gieb mir Kunde Bald von deinem treuen Sinn, Bis sie kommt, die Freudenstunde, Und ich wieder bei dir bin! Lebe wohl, und schließ mich ein, Schließ mich ein In dein Herzenskämmerlein!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Scheidelied", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 206
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Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 181-182.