Der Wind vom Abendhimmel weht Kühl mit des Stromes Lauf, Und wie die Sonne untergeht, Geht meine Seele auf. Hier ließ ich alle Traurigkeit Fortschwimmen mit dem Rhein, Und denk' ich an die schöne Zeit, Denk' ich auch, Toni, Dein! Im Rheingau steht ein gastlich Haus Mit lieben Menschen drin; Froh zog ich ein, trüb zieh' ich aus, Die Zeit floh rasch dahin. Ich fand Dich immer froh bereit Mir hold Geleit zu sein, Und denk' ich an die schöne Zeit Denk' ich auch, Toni, Dein! Wir grüßten mit Gesang vom Kahn Den sonnigen Rebenstrand, Und oben von den Bergen sah'n Im Wasser wir das Land. Bergauf und ab wir zogen weit Hoch über Stock und Stein, Und denk' ich an die schöne Zeit, Denk' ich auch, Toni, Dein! Der Himmel schien in manches Glas, Das Dir zu Ehren klang, Selbst vom Johannisberger Faß Für uns die Quelle sprang. Nun ist vorbei die Herrlichkeit Für mich am goldnen Rhein, Doch denk' ich an die schöne Zeit, Denk' ich auch, Toni, Dein!
Vier Gesänge für 4 Männerstimmen , opus 101
by Valentin Eduard Becker (1814 - 1890)
1. Verklungen  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), no title, appears in Einkehr und Umschau: neueste Dichtungen, in Vorklänge, in Vom Rhein , no. 3
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Confirmed with Einkehr und Umschau. Neueste Dichtungen von Friedrich Bodenstedt, Fünfte, unveränderte Auflage, Jena, Hermann Costenoble, 1880, pages 21-22.
2. Wandermarsch
Language: German (Deutsch)
Die liebe Sonne strahlt so rein
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3. Rheinfahrt  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Es [rauschten]1 die Wogen Im Strome dahin, Zu Thale wir zogen Mit lustigem Sinn. Die Glocken erklangen Her über den Rhein, Im Schifflein wir sangen Beim [goldenen]2 Wein. [O ihr sonnigen Berge, Du duftiges Thal]3, Du Winzer, du Ferge, Ich grüß' euch zumal! Ihr [Burgen, ihr Reben]4, Ihr Glocken so süß, Dich rheinisches Leben, [Euch alle]5 ich grüß'! Hier Märchen noch tauchen Aus dunkeler Fluth, Die Rosen noch hauchen Hier duftige Gluth; Die Fideln, die hellen, Noch rufen zum Reih'n, Und lust'ge Gesellen Die singen darein. Wie Duft von den Reben, Wie sonniger Wein, Blüht hier noch ein Leben, So züchtig und rein; Noch blühet von Frauen, Von Männern so recht, Die trauen und bauen, Ein kräftig Geschlecht. Wir fröhlichen Zecher, Beim goldenen Wein, Wir füllen [den]6 Becher: Ein Hoch auf den Rhein! Ihr [Burgen, ihr Reben]4, Ihr Glocken so süß, Dich rheinisches Leben, [Euch alle]5 ich grüß'!
Text Authorship:
- by Franz Alfred Muth (1839 - 1890), "Rheinfahrt", appears in Haideröslein ; Ein Liederstrauß, in 1. Naturklänge, appears in Waldblumen, in 2. Herzensklänge und Lebensstimmen [3rd edition]
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Life on the Rhine"
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Haideröslein ; Ein Liederstrauß von Franz Alfred Muth, Leo Wörl'sche Buchhandlung, 1870, pages 29-30.
Confirmed with Franz Alfred Muth, Waldblumen, Dritte, durchaus ausgewählte und reich vermehrte Auflage, Paderborn: Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh, 1885, pages 116-117.
1 Rheinberger, Waldblumen edition: "rauschen"2 Goltermann, Humperdinck: "goldigen"
3 Humperdinck: "O sonnige Berge,/ o duftiges Thal"
4 Humperdinck: "Burgen und Reben"
5 Humperdinck: "von Herzen"
6 Goltermann, Humperdinck: "die"
4. Trinklied
Language: German (Deutsch)
Schon im alten Bunde
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