Fünf Gesänge für gemischten Chor , opus 7

by Arnold Krug (1849 - 1904)

1. Edward [sung text not yet checked]

Subtitle: Schottische Ballade

Dein Schwerdt, wie ists [von]1 Blut so roth?
     [Edward, Edward]2!
Dein Schwerdt, wie ists [von]1 Blut so roth
     Und gehst so traurig da! - O!
Ich hab geschlagen meinen Geyer todt
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen meinen Geyer todt,
     Und das, das geht mir nah! - O!

[Dein's]3 Geyers Blut ist nicht so roth!
     Edward, Edward!
[Dein's]3 Geyers Blut ist nicht so roth,
     Mein Sohn, bekenn mir frey! - O!
Ich hab geschlagen mein Rothroß todt!
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen mein Rotroß todt!
     [Und's]4 war so stolz und treu! O!

Dein Roß war alt und hasts nicht noth!
     Edward, Edward,
Dein Roß war alt und hasts nicht noth,
     Dich drückt ein [ander]5 Schmerz. O!
Ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Mutter, Mutter!
Ich hab geschlagen meinen Vater todt,
     Und das, das quält mein Herz! O!

Und was wirst du nun an dir thun?
     Edward, Edward!
Und was wirst du nun an dir thun?
     Mein Sohn, [bekenn mir mehr]6! O!
Auf Erden soll mein Fuß nicht ruhn!
     Mutter, Mutter!
Auf Erden soll mein Fuß nicht ruhn!
     Will wandern [über]7 Meer! O!

Und was soll werden dein Hof und Hall,
     Edward, Edward,
Und was soll werden dein Hof und Hall,
     So herrlich [sonst und]8 schön! O!
Ach! immer stehs und sink' und fall,
     Mutter, Mutter!
Ach immer stehs und sink' und fall,
     [Ich werd es nimmer]9 sehn! O!

Und was soll werden [dein]10 Weib und Kind,
     Edward, Edward?
Und was soll werden [dein]10 Weib und Kind,
     [Wann]11 du gehst [über]7 Meer - O!
Die Welt ist groß! laß sie betteln drinn,
     Mutter, Mutter!
Die Welt ist groß! laß sie betteln drinn,
     Ich seh sie nimmermehr! - O!

Und was soll deine Mutter thun?
     Edward, Edward!
Und was soll deine Mutter thun?
     Mein Sohn, das sage mir! O!
Der Fluch der Hölle soll auf Euch ruhn,
     Mutter, Mutter!
Der Fluch der Hölle soll auf Euch ruhn,
     Denn ihr, ihr [riethets]12 mir! O.

Authorship:

Based on:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Una antiga balada escocesa", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Een oude Schotse ballade", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Kelly Dean Hansen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Une ballade écossaise", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Johann Gottfried Herder's Von Deutscher Art und Kunst. Einige fliegende Blätter. Hamburg, 1773. Bey Bode, pages 25-27.

Note: This is the first version of Herder's translation of the old Scottish ballad Edward, Edward which he found in Thomas Percy's Reliques of Ancient English Poetry. A later, somewhat different translation has been published by Herder in his Volkslieder in 1779.

1 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "vom"
2 Schubert: "Eduard, Eduard", passim
3 Loewe, Schubert: "Deines"
4 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "Und es"
5 Loewe, Schubert: "andrer"
6 Loewe, and Schubert (1862 edition only): "das sage mir"
7 Loewe, Schubert (Alte Gesamtausgabe): "übers"
8 Loewe: "sonst, so"
9 Schubert (Alte Gesamtausgabe only), and Herder (1779 edition): "Mag nie es wieder"
10 Loewe: "aus"
11 Schubert: "Wenn"
12 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "rietet es"

Note: Schubert's setting exists in three versions. Version 3 is phrased as a duet (in the last stanza). In addition, it substitutes "weh!" for each "O!", and replaces "Geyer" by "Falke" in stanzas 1 and 2.


Research team for this text: Richard Morris , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Ach Gott wem soll ich's klagen [sung text not yet checked]

Ach Gott, wem soll [ich]1 klagen
Das heimlich' Leiden mein?
Mein [Buehl]2 ist mir verjaget,
Bringt meinem Herzen Pein.
Soll ich mich von ihm scheiden,
[Tuet]3 meinem Herzen weh.
So schwing' ich mich über die [Heiden,
Du g'sichst]4 mich [nimmer me]5.

Ich hätt' auf ihn gebauet
Als auf ein'n herren Stein.
Es hat mich sehr gereuet,
Die Lieb' ist worden klein.
Kann ich an ihm wohl spüren,
Er ist voll arger List
Und hat an mir gesprochen,
Daran kein Zweifel ist.

Authorship:

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2021, (re)printed on this website with kind permission

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1 Hecht, Hering: "ich's"; further changes may exist not shown above.
2 Techritz: "Buhl' "
3 Techritz: "Thut"
4 Techritz: "Haiden, / Du siehst"
5 Techritz: "nimmermehr"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Bart O'Brien , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Treue Liebe 

Ich leb' in dieser Einsamkeit
 . . . . . . . . . .

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added as soon as we obtain it. —

Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

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4. Schlummer unter Dornrosen [sung text not yet checked]

Ich legte mich nieder ins grüne Gras,
Und lauert auf meinen Herzliebsten Schatz,
Ich lauert so lange bis mich es verdross,
Da fielen zwei Röselein mir in den Schoss.
Die Röselein, die waren wie Blut so rot,
Jetzt schläft ja mein Schatz oder er ist tot,
Er schläft ja nicht, er schlummert ja nur,
Es blinken seine Äuglein, es lächelt sein Mund,
Da liess ich meine Augen herummer gehen,
Da sah ich mein Schätzlein bei einem andern stehn,
Bei einem andern stehn,
Das hab ich gesehn.

Authorship:

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Researcher for this text: Malcolm Wren [Guest Editor]

5. Tanzlied [sung text not yet checked]

Junges Volk, man rufet euch zu dem Tanz hervor. 
Auf! es spielet schon zugleich unser ganzer Chor. 
Wer nun Lust zu tanzen hat, stelle sich hier ein, 
tanze, bis er Tanzens satt und begnügt mag sein! 

Authorship:

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Note: this text was written for the wedding of Christian Maraun and Chatharine Ranisch in Königsberg.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]