Drei Lieder für Sopran (oder Tenor) mit Pianofortebegleitung , opus 8

by Algernon Bennet Langton Ashton (1859 - 1937)

1. In der Fremde [sung text not yet checked]

Nun steigt der Rebenblüthe Duft
Von allen Hügeln nieder.
Nun rauschen durch die blaue Luft
Die goldnen Klänge wieder;
Die Klänge aus der schönen Zeit --
Das ist ein Weh und Herzeleid,
Daß ich nun ferne bin!

O schöner Strom, o blüh'ndes Thal,
Du wandernde Frühlingssonne,
Gieb mir nur noch ein Einzigmal
Den Becher jener Wonne!
Die ganze Seele dürstet hier,
Und jede Stunde kündet mir,
Daß ich nun ferne bin!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "In foreign lands", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte von Otto Roquette, Dritte veränderte und vermehrte Auflage, Stuttgart: Verlag der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1880, page 30


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Waldruhe [sung text not yet checked]

Willkommen, mein Wald,
Grünschattiges Haus!
Durch die Wipfel schon hallt
Mir dein grüßend Gebraus.
Wie trink ich in Zügen
Mich frisch und gesund,
Hier athm' ich Genügen
Aus Herzensgrund!

Zum grasigen Hang,
Aufsteigend vom Thal,
[Dringt]1 der Glocken Klang
Und des Abends Strahl.
Und es rauscht in der Eiche
Hochstrebendem Baum
Im grünen Bereiche
Ein Liedestraum.

Den Blumen gesellt
Auf Rasen und Moos,
Tief schau ich die Welt
Und den Himmel, wie groß!
Und ich träume im Schweigen
[Waldschattiger]2 Ruh,
Den Himmel mein eigen,
Die Erde dazu!

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  • ENG English (Sarah Daughtrey) (Eike Gunnarson) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 45-46

1 Franz: "Drängt"
2 Franz: "Der schattigen"

Research team for this text: Alberto Pedrotti , Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Neuer Frühling [sung text not yet checked]

Neuer Frühling ist gekommen,
Neues Laub und Sonnenschein,
Jedes Ohr hat ihn vernommen,
Jedes Auge saugt ihn ein.
Und das ist ein Blühn und Sprießen,
Waldesduften, Quellenfließen,
Und die Brust wird wieder weit,
Frühling, Frühling, goldne Zeit!

Von [dem]1 Felsen in die Weite
Fliege hin, mein Frühlingssang,
Ueber Ströme und Gebreite,
Durch Gebirg und Blüthenhang!
Darf nicht wandern, muß ja bleiben,
Ob's mich ziehn auch will und treiben,
Doch so weit mein Himmel blaut
Singen, singen will ich laut!

Wie die Welt auch wechselnd gehe,
Wie das Schicksal auch mich treibt,
Komme Glück und komme Wehe,
[Fest doch weiß ich was mir bleibt:] 2
Fester Mut der freien Seele
Und die freudge Liederkehle,
Lebenslust und Lebensdrang,
Goldnes Leben im Gesang!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta'scher Verlag, 1852, pages 215-216.

1 Schaffgotsch: "den"
2 Schaffgotsch: "Wenn nur Eines mir verbleibt:"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]