Drei Gedichte

Song Cycle by Ture Rangström (1884 - 1947)

Word count: 243

1. Des Narren Nachtlied [sung text checked 1 time]

In der Nacht, in der Nacht, heidideldumdei!
Sing, sing, süße Geige, und lache, Schalmei!
In der Nacht gibt's Wunderwerk mancherlei.
Wollt ihr eins hören?

O Sterne, o Stille, o mondliche Pracht!
Wer hat in den tieftiefen Wald mich gebracht?
An den schwarzen See in der schaurigen Nacht?
Kalt wehen die Winde.

Krank bin ich und müde, und hier steh ich nackt.
Zwei Arme haben mich rauh gepackt;
Es hämmern die Spechte in gräßlichem Takt.
Da lieg ich am Boden.

Zwei Männer in Larven sind über mir her.
Sie graben mich ein. Die Erde ist schwer.
Des Windes Wehen hör ich nicht mehr.
Allalles ist stille.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chanson de nuit du bouffon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Lied in der Nacht [sung text checked 1 time]

Straßen hin und Straßen her
Wandr ich in der Nacht;
Bin [aus Träumen]1 dumpf und schwer
Schluchzend aufgewacht.
Thränen,
Sehnen,
Lust und Schmerz, --
Ach, wohin treibt mich mein Herz?
Ach, wohin treibt mich mein Herz?
 
Steht ein Haus in Grün gebaut
[Draußen vor]2 der Stadt,
Wo der Fluß mit [leisem Laut]3
Sein Geströme hat.
Blüten
Hüten
Dicht es ein:
Dort möcht ich zu Gaste sein,
Dort möcht ich zu Gaste sein.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chanson dans la nuit", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Richter: "durch Träume"
2 Richter: "ferne von"
3 Richter: "sanftem Lauf"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. Des Narren Regenlied [sung text checked 1 time]

Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz thut weh.
 
Graugespinstig hält ein Nebel
Alles Sein in Haft,
Weher Mut weint in die Weiten,
Krank ist jede Kraft.
 
Die Prinzessin sitzt im Turme;
Ihre Harfe klingt,
Und ich hör, wie ihre Seele
Müde Sehnsucht singt.
 
Regenöde, regenöde
Himmel, Land und See;
Alle Lust ist Last geworden,
Und das Herz thut weh.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The rain-song of the fool", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chanson de la pluie du bouffon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Harry Joelson