Neun Liedchen großen und kleinen Kindern vorzusingen, Sechste Folge

Song Cycle by Leo Blech (1871 - 1958)

Word count: 538

1. Kakadu [sung text not yet checked]

Kein Vogel doch gescheidter ist
Als du es bist!
Du kannst dich krauen hinter'm Ohr
Und richtest deinen Schopf empor,
Und frag' ich dich: wie heißest du?
Antwortest du:
Kakadu! Kakadu!

Und auch kein Vogel schöner ist
Als du es bist!
Drum drehst du dich so stolz und dumm
In deinem goldnen Käfig um,
Und schreist und kreischest immerzu,
Ja immerzu:
Kakadu! Kakadu!

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2. Das Lied vom Monde [sung text not yet checked]

[Wer hat die schönsten Schäfchen?]1
Die hat der [gold'ne]2 Mond,
Der hinter [unsern]3 Bäumen
Am Himmel [drüben]4 wohnt.

Er kommt am späten Abend,
Wenn alles schlafen will,
Hervor aus seinem Hause
Zum Himmel leis' und still.

Dann weidet er die Schäfchen
Auf seiner [blauen]5 Flur,
Denn all' die weißen Sterne
Sind seine Schäfchen nur.

Sie tun [sich]6 nichts zu Leide
Hat eins das and're gern,
Und [Schwestern sind und Brüder]7
Da droben Stern [an]8 Stern.

Und soll ich dir ein's bringen,
So darfst du niemals schrei'n,
Mußt freundlich wie die Schäfchen
Und wie ihr Schäfer sein.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Who has the most beautiful little sheep?", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Dresel: "Die allerschönsten Schäfchen"
2 Sandberger: "liebe"
3 Reichardt: "jenen"
4 Reichardt: "droben"
5 Sandberger: "bunten"
6 Reichardt: "uns"
7 Sandberger: "Schwester sind und Bruder"
8 Dresel: "am"

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3. Reigen [sung text not yet checked]

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4. Mauskätzchen [sung text not yet checked]

Mauskätzchen, wo bleibst du?
Mauskätzchen, was treibst du?
In unserem Häuschen
Sind schrecklich viel Mäuschen:
Sie pfeifen und rappeln,
Und trippeln und trappeln
In Kisten und Schränken,
Auf Tischen und Bänken;
Sie stehlen und naschen,
Und will man sie haschen:
Wupp! sind sie fort!

«Du rufst mich, da bin ich!
Sei still, nun beginn' ich
Ein Tänzchen mit Allen,
Das soll dir gefallen.
Erst sitz' ich, dann schleich' ich,
Dann nah' ich, dann weich' ich,
Dann leg' ich mich nieder,
Dann heb' ich mich wieder.
Kaum schwing' ich mein Schwänzchen
Und schnurre zum Tänzchen!
Wupp! sind sie da!

Sie tanzen im Kreise
Auf närrische Weise,
Hopp heißa! so munter
Hinauf und herunter.
Dann fass' ich beim Ohr sie,
Dann werf' ich empor sie;
Und fallen sie nieder,
Dann fang' ich sie wieder.
Und will dann die Maus doch
Nun endlich ins Mausloch, --
Wupp! beiß' ich sie todt!»

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5. Die Kunst geht nach Brot [sung text not yet checked]

Spitzchen, Spitzchen, [tanz']1 einmal!
Was du kannst, das zeige!
Nein, er mag nicht - wenn ich auch
Ihm ein Stückchen geige.
Gigel junk, gigel junk,
Gigel junk, junk, junk.

Halt' ich ihm ein Weckchen vor,
Tanzt er gleich manierlich.
Immer geht die Kunst nach Brot -
Ist das nicht possierlich?
Gigel junk, gigel junk,
Gigel junk, junk, junk.

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1 Erk: "lang"; further changes may exist not noted.

Researcher for this text: Harry Joelson

6. Wiegenlied [sung text not yet checked]

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7. Widmung [sung text not yet checked]

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8. Kurze Freude [sung text not yet checked]

Der Muck1 und die Fliege verheirathen sich
Auf einer Trauerweide
Im Sonnenschein ganz öffentlich
Und tanzen alle beide.
 
Und was soll sein dein Heirathsgut
Und deine Morgengabe?
«Ein warmes Tröpflein Menschenblut
Ist meine ganze Habe.»
 
Und was soll sein dein Sommergemach,
Wo wir uns traulich finden?
«Ein frischer, blumiger, heller Bach
Im Schatten breiter Linden.»
 
Und was soll sein dein Winterlosier,
Wann's friert an Ohren und Händen?
«Da nehmen wir beim Bauern Quartier,
Spazieren an seinen Wänden.»
 
Noch tanzen sie, noch freu'n sie sich
Auf ihrer Trauerweide --
Da kommt ein Rothschwanz2 listiglich
Und erschnappt sie alle beide.

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1 Modern spelling: "Mücke."
2 Modern spelling: "Rotschwanz", possibly Phoenicurus phoenicurus.

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

9. Vergißmeinnicht [sung text not yet checked]

Es blüht ein [schönes]1 [Blümchen]2
Auf unsrer grünen Au.
Sein Aug' ist wie der Himmel
So heiter und so blau.

[Es]3 weiß nicht viel zu reden
Und Alles, was es spricht,
Ist immer nur dasselbe,
Ist nur: [Vergißmeinnicht]4.

Wenn ich zwei Aeuglein sehe
So heiter und so blau,
So denk' ich an mein Blümchen
Auf unsrer grünen Au.

Da kann [ich auch]5 nicht reden
Und nur mein Herze spricht,
So bange nur, so leise,
Und nur: Vergißmeinnicht.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Myosotis", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Berger: "blaues"; further changes may exist not noted above.
2 Goltermann: "Blümlein"; further changes may exist not noted above.
3 Dresel: "Das"
4 Dresel: "Vergiss mein nicht"
5 Dresel: "auch ich"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]