Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Ferdinand von Liliencron

Word count: 309

1. Aus der Erde quellen Blumen [sung text not yet checked]

Aus der Erde quellen Blumen,
Aus der Sonne quillt das Licht,
Aus dem Herzen quillt die Liebe,
Und der Schmerz, der es zerbricht.

Und die Blumen müssen welken,
Und dem Lichte folgt die Nacht,
Und der Liebe folgt das Sehnen,
Das das Herz so düster macht.

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Sounds", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Giulio Cesare Barozzi) , "Suoni (n. 1)", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Klaus Groth's Gesammelte Werke. Vierter Band. Plattdeutsche Erzählungen - Hochdeutsche Gedichte, Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischer, 1893, page 173.


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2. Warum mich nimmer erwärmt ein Scherz [sung text not yet checked]

Warum mich nimmer
Erwärmt ein Scherz?
Warum ich immer
Erglüh im Schmerz?

So willst du wissen
Der Glocke Klang,
Wenn sie zerrissen
In Stücke sprang?

Authorship

Confirmed with Klaus Groth's Gesammelte Werke. Vierter Band. Plattdeutsche Erzählungen - Hochdeutsche Gedichte, Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischer, 1893, page 176.


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3. Es glänzt in der Muschel die Perle [sung text not yet checked]

Es glänzt in der Muschel die Perle,
Es blitzt von der Lilie der Tau,
Doch heller leuchtet die Thräne
In deinem Auge blau.

Am Himmel ziehen die Sterne 
Im stillen dämmerndem Blau, 
Und tropfen in dunkele Herzen 
Die Ruhe, wie Perlentau.

Authorship

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Confirmed with Klaus Groth's Gesammelte Werke. Vierter Band. Plattdeutsche Erzählungen - Hochdeutsche Gedichte, Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischer, 1893, page 177.


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4. Liebeswünsche [sung text not yet checked]

Ich wollt', ich wär' die Morgenstund',
Dann wär' ich doch, wenn du erwachst,
Der Erste, dem mit holdem Mund
Du hold entgegenlachst;

Ich wollt', ich wär' die Sommernacht,
Dann drückt' ich dir zu süßer Ruh
Die seidnen Wimpern still und sacht
Mit heißen Küssen zu!

Authorship

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5. Julinacht [sung text not yet checked]

Schwüle, schwüle Julinacht --
Südwind küsst die Zweige,
Was dich so stolz und elend macht,
Schweige mein Herz, verschweige!

Über [den]1 See, der stille ruht,
Wehen die Wolkenschatten,
Über die stille schlafende Fluth,
Über die schimmernden Matten.

Hörst du's, wie zur Hochzeitnacht
Flöte tönt und Geige?
Was dich so stolz und elend macht,
Schweige, mein Herz verschweige.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Hermann Lingg, Stuttgart: Verlag der J.G. Cotta'schen Buchhandlung, 1868, page 135.

1 Gund: "dem"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

6. Im Spätherbst [sung text not yet checked]

Es fallen von den Bäumen
Die welken Blätter ab,
Ich wandle still in Träumen
Den Felsenpfad hinab.

Die Wolken, wie sie jagen,
Im Abendgolde blühn,
Von Stürmen fortgetragen,
Und in die Nacht verglühn!

In Schwärmen kommt gezogen
Der Wandervögel Schar
Dem Süden zugeflogen:
Zu Ende geht das Jahr.

Die Blumen an dem Bache,
Vom letzten Tau gestärkt,
Verblühn in stillem Ache
Allmählich, unvermerkt.

Vergangne Jahre schweben
Mit Wind und Wolken fort,
Vergangen Leid und Leben,
Verklungen Lied und Wort.

Der Wind entlaubt die Bäume --
Mir ist es einerlei!
Die Tage werden Träume,
Die Freuden sind vorbei.

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