Drei Lieder

Song Cycle by H. Gantenberg

Word count: 310

1. O Sonnenschein, o Sonnenschein [sung text not yet checked]

O Sonnenschein! o Sonnenschein!
Wie scheinst du mir ins Herz hinein,
Weckst drinnen lauter Liebeslust,
Daß mir so enge wird die Brust!

Und enge wird mir Stub' und Haus,
Und wenn ich lauf' zum Thor hinaus,
Da lockst du gar ins frische Grün
Die allerschönsten Mädchen hin!

O Sonnenschein! Du glaubest wohl,
Daß ich wie du es machen soll,
Der jede schmucke Blume küßt,
Die eben nur sich dir erschließt?

Hast doch so lang' die Welt erblickt,
Und weißt, daß sich's für mich nicht schickt;
Was machst du mir denn solche Pein?
O Sonnenschein! o Sonnenschein!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Aan de zonneschijn", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "To sunshine", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "À l'éclat du soleil", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Du bist so still [sung text not yet checked]

Du bist so [still]1, so sanft, so [sinnig]2,
Und schau' ich dir in's Angesicht,
Da leuchtet mir verständnißinnig
Der dunkeln Augen frommes Licht.

Nicht Worte giebst du dem Gefühle,
Du redest nicht, du lächelst nur;
So lächelt in des Abends Kühle
Der lichte Mond auf Wald und Flur.

In Traumesdämmerung allmählich
Zerrinnt die ganze Seele mir,
Und nur das Eine fühl' ich selig,
Daß ich vereinigt bin mit dir.

Authorship

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1 Wölfl: "hold"
2 Petri, Rosenhain, Wölfl: "innig"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

3. O schneller mein Ross [sung text not yet checked]

[O]1 schneller, mein Roß, mit Hast,
wie säumig dünkt mich dein Jagen!
In den Wald, meine selige Last,
mein süßes Geheimnis zu tragen!

Es liegt ein trunkener Abendschein
rot dämmernd über den Gipfeln,
es jauchzen und wollen fröhlich sein
die Vöglein in allen Wipfeln.

O könnt ich steigen mit Jubelschall
wie die Lerch empor aus den Gründen,
und da droben den rosigen Himmeln all
mein Glück verkünden!

Oder ein Sturm mit Flügelgewalt
zum Meer hin brausen, dem blauen,
und dort, was im Herzen mir blüht und schallt,
den verschwiegenen Wellen vertragen!

Es darf mich hören kein menschlich Ohr,
ich kann wie die Lerche nicht steigen,
ich kann nicht wehn wie der Sturm empor
und kann es doch nimmer verschweigen.

So wiss' es, du blinkender Mond im Fluß,
so wißt es, ihr Buchen im Grunde;
Sie ist mein! Es brennt ihr Kuß
auf meinem seligen Munde.

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 Fürst: "Nur"; further changes may exist not noted above.

Researcher for this text: John Versmoren