Acht Lieder für 1 tiefe Stimme mit Pianoforte

Song Cycle by Karl Schneider

Word count: 407

1. Der gefesselte Strom [sung text not yet checked]

Was schläfst und träumst du, Jüngling, gehüllt in dich,
Und säumst am kalten Ufer, Geduldiger,
Und achtest nicht des Ursprungs, du, des
Oceans Sohn, des Titanenfreundes!

Die Liebesboten, welche der Vater schickt,
Kennst du die lebenatmenden Lüfte nicht?
Und trifft das Wort dich nicht, das hell von
Oben der wachende Gott dir sendet?

Schon tönt, schon tönt es ihm in der Brust, es quillt,
Wie, da er noch im Schosse der Felsen [spielt']1,
Ihm auf, und nun gedenkt er seiner
Kraft, der Gewaltige, nun, nun eilt er,

Der Zauderer, er spottet der Fesseln nun,
Und nimmt und bricht und wirft die Zerbrochenen
Im Zorne, spielend, da und dort zum
Schallenden Ufer und an der Stimme

Des Göttersohns erwachen die Berge rings,
Es regen sich die Wälder, es hört die Kluft
Den Herold fern und schaudernd regt im
Busen der Erde sich Freude wieder.

Der Frühling kommt; es dämmert das neue Grün;
Er aber wandelt hin zu Unsterblichen;
Denn nirgend darf er bleiben, als wo
Ihn in die Arme der Vater aufnimmt.

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  • ENG English (John H. Campbell) , "The restrained stream", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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1 Hauer: "schlief"

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2. Mürrisch braust der Eichenwald [sung text not yet checked]

Mürrisch braust der Eichenwald,
Aller Himmel ist umzogen,
Und dem Wandrer, rauh und kalt,
Kommt der Herbstwind nachgeflogen.

Wie der Wind zu Herbsteszeit
Mordend hinsaust in den Wäldern,
Weht mir die Vergangenheit
Von des Glückes Stoppelfeldern.

An den Bäumen, welk und matt,
Schwebt des Laubes letzte Neige,
Niedertaumelt Blatt auf Blatt
Und verhüllt die Waldessteige;

Immer dichter fällt es, will
Mir den Reisepfad verderben,
Daß ich lieber halte still,
Gleich am Orte hier zu sterben.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Neuere Gedichte von Nicolaus Lenau, Stuttgart, Hallberger'sche Verlagshandlung, 1838, page 89.


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3. Lebt ich wie du [sung text not yet checked]

Du siehst mich an und kennst mich nicht,
Du liebes Engelangesicht!
Die Wünsche weißt Du nicht, die reinen,
Die du so unbewußt erregt.
Ich muß mich freu'n, und möchte weinen,
So hast Du mir mein Herz bewegt.

Kenn' ich dein Glück, Du kennst es nicht,
Du liebes Engelangesicht!
Welch schönes Los ist Dir beschieden!
Wie eine Lilie auf dem Feld,
So heiter und so still zufrieden
Lebst du in deiner kleinen Welt.

Mich treibt's im Leben hin und her,
Als ob ich niemals glücklich wär',
Kann keinen Frieden mir erjagen,
Und keine Heiterkeit und Ruh';
Und hab' in meinen schönsten Tagen
Nur einen Wunsch: lebt' ich wie Du!

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4. Treue Liebe [sung text not yet checked]

Ich leb' in dieser Einsamkeit
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  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Trennung [sung text not yet checked]

Vom Fischerhaus am Felsen hoch
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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Die Sonne stieg in's Meer hinab [sung text not yet checked]

Die Sonne stieg in's Meer hinab
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  • by Anonymous / Unidentified Author

7. Tief im grünen Frühlingshag [sung text not yet checked]

Tief im grünen Frühlingshag
Durch die alten Rüstern
Wandelt leis am schönsten Tag
Wundersames Flüstern.

Jedes Läublein spricht: "Gott grüß'!"
Zu dem Laub daneben,
Alles atmet tief und süß
Heil'ges Friedensleben.

Und wie Blüt' und Blatt am Strauch
Still sich wiegt im Glanze,
Wiegt sich meine [Seel']1 im Hauch,
Der durchströmt das Ganze.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bruch: "Seele"

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8. Ich lausche still in dunkler Nacht  [sung text not yet checked]

Ich lausche still in dunkler Nacht 
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  • by Anonymous / Unidentified Author