German (Deutsch) translations of Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso, opus 4
by Edvard Grieg (1843 - 1907)
1. Die Waise
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Die Waise", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 1 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Sie haben mich geheißen
Nach Heidelbeeren gehn:
Ich habe nach den Beeren
Im Walde nicht gesehn.
Ich bin hinaus gegangen
Zu meiner Mutter Grab,
Worauf ich mich gesetzet
Und viel geweinet hab. --
"Wer sitzt auf meinem Hügel,
Von der die Tränen sind?" --
Ich bin's, o liebe Mutter,
Ich, dein verwaistes Kind.
Wer wird hinfort mich kleiden
Und flechten mir das Haar?
Mit Liebeswort mir schmeicheln,
Wie's deine Weise war?
"Geh hin, o liebe Tochter,
Und finde dich darein,
Es wird dir eine zweite,
Statt meiner, Mutter sein.
Sie wird das Haar dir flechten
Und kleiden dich hinfort,
Ein Jüngling wird dir schmeicheln
Mit zartem Liebeswort."
Text Authorship:
- by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), "Die Waise", subtitle: "(Litauisch)", written 1828, appears in Lieder und lyrisch epische Gedichte
See other settings of this text.
by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838)
2. Morgentau
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Morgentau", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 2 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Wir wollten mit Kosen und Lieben Geniessen der köstlichen Nacht. Wo sind doch die Stunden geblieben? Es ist ja der Hahn schon erwacht. Die Sonne, die bringt viel Leiden, Es weinet die scheidende Nacht; Ich also muß weinen und scheiden, Es ist ja die Welt schon erwacht. Ich wollt' es gäb' keine Sonne, Als eben dein Auge so klar. Wir weilten in Tag und in Wonne, Und schliefe die Welt immerdar.
Text Authorship:
- by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838), "Morgenthau", written 1822, appears in Lieder und lyrisch epische Gedichte
See other settings of this text.
by Adelbert von Chamisso (1781 - 1838)
3. Abschied
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Abschied", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 3 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Das gelbe Laub erzittert, Es fallen die Blätter herab; Ach, alles, was hold und lieblich, Verwelkt und sinkt ins Grab. Die Wipfel des Waldes umflimmert Ein schmerzlicher Sonnenschein; Das mögen die letzten Küsse Des scheidenden Sommers sein. Mir ist, als müsst ich weinen Aus tiefstem Herzensgrund; Dies Bild erinnert mich wieder An unsre Abschiedsstund'. Ich musste dich verlassen, Und wusste, du stürbest bald; Ich war der scheidende Sommer, Du warst der sterbende Wald.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Nachgelesene Gedichte 1828-1844 , no. 8
See other settings of this text.
by Heinrich Heine (1797 - 1856)
4. Jägerlied
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Jägerlied", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 4 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Kein' bess're Lust in dieser Zeit, Als durch den Wald zu dringen, Wo Drossel singt und Habicht schreit, Wo Hirsch' und Rehe springen. O säss' mein Lieb' im Wipfel grün, Tät' wie 'ne Drossel schlagen! O spräng' es, wie ein Reh' dahin, Daß ich es könnte jagen!
Text Authorship:
- by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Jägerlied", written 1812, appears in Lieder
See other settings of this text.
Note: in Kreutzer's score, there is a typo that is repeated: stanza 2, line 1 word 4 is "Leib" instead of "Lieb".
by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862)
5. Das alte Lied
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Das alte Lied", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 5 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Es war ein alter König, sein Herz war schwer, sein Haupt war grau; der arme alte König, er nahm eine junge Frau. Es war ein schöner Page, blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn; er trug die seid'ne Schleppe der jungen Königin. Kennst du das alte Liedchen? Es klingt so süß, es klingt so trüb! Sie mußten beide sterben, sie hatten sich viel zu lieb.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, written 1830, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 29
See other settings of this text.
by Heinrich Heine (1797 - 1856)
6. Wo sind sie hin?
by Edvard Grieg (1843 - 1907), "Wo sind sie hin?", op. 4 (Seks Digte af H. Heine, L. Uhland og A. von Chamisso) no. 6 (1863-1864), published 1864 [ voice and piano ], Copenhagen
Language: German (Deutsch)
Es ragt ins Meer der Runenstein, da sitz' ich mit meinen Träumen. Es pfeift der Wind, die Möwen schrein, die Wellen, die wandern und schäumen. Ich habe geliebt manch schönes Kind und manchen guten Gesellen - Wo sind sie hin? Es pfeift der Wind, es schäumen und wandern die Wellen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Seraphine, no. 14
See other settings of this text.
by Heinrich Heine (1797 - 1856)