German (Deutsch) translations of Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte, opus 20
by Ludwig Hartmann (1836 - 1910)
Ich singe Dich, liebliches Mädchen, Du! Du Herrliche, Du Süße! Dir jauchzen all meine Gedanken zu, All meine Liedesgrüße! Das Glück, das Du mir im Leben beschert, Sing' ich im Liede wieder -- Und ist mein Singen auch Deiner nicht werth: Du adelst meine Lieder! Du funkelst darin, wie ein Diamant, Mit wunderbarem Feuer, Und wären die Worte selbst nichtiger Tand: Du machst sie werth und theuer! Wie das dunkele niedere Gras im Thal Vom nächt'gen Thau befeuchtet, Selbst funkelt und blitzt in hellem Gestrahl, Sobald die Sonne leuchtet. Dir jauchzen all meine Gedanken zu, Dir alle meine Lieder! Der Sonne gleich strahlest und lächelst Du Verklärend darauf nieder!
Text Authorship:
- by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), "Ich singe Dich, liebliches Mädchen, Du!", appears in Alte und neue Gedichte, in 9. Aus dem Buche Edlitam (1847-1851)
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Confirmed with Ausgewählte Dichtungen von Friedrich Bodenstedt, Zweite Auflage, Berlin: Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R.v. Decker), 1864, pages 265-266.
Mit deinen blauen Augen Siehst du mich [lieblich]1 an, Da ward mir so träumend zu Sinne, Daß ich nicht sprechen kann. An deinen blauen Augen Gedenk' ich allerwärts: -- Ein Meer von blauen Gedanken Ergießt sich über mein Herz.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 18, first published 1830
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View original text (without footnotes)Confirmed with: Heinrich Heine’s sämtliche Werke in vier Bänden, herausgegeben von Otto F. Lachmann, Erster Band, Leipzig: Druck und Verlag von Philipp Reclam jun, [1887], page 245.
1 Würz: "freundlich"Wand're fröhlich in die Weite, Mit dem ersten Sonnenstrahl, Lass daheim die nächt'gen Sorgen, Preise hoch den lichten Morgen Und vergiss der süssen Qual! Horch! immer näher Waldesrauschen, Blaue Berge, sel'ge Zeit! Herz, du musst den Klängen lauschen, Siehe die Welt, wie schön, wie weit! Sing' ein Lied aus voller Kehle, Wand're mit befreiter Brust: Mit den Lerchen deine Seele Schwing' empor voll Wanderlust!
Text Authorship:
- by Ludwig Hartmann (1836 - 1910), "Wand're fröhlich in die Weite"
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Allnächtlich im Traume seh' ich dich Und sehe dich freundlich grüßen, Und laut aufweinend stürz' ich mich Zu deinen süßen Füßen. Du [siehst]1 mich an wehmütiglich Und schüttelst das blonde Köpfchen; Aus deinen Augen [schleichen sich Die Perlentränentröpfchen]2. Du [sagst]3 mir heimlich ein leises Wort Und gibst mir den Strauß von Zypressen. Ich wache auf, und der Strauß ist fort, [Und das]4 Wort hab' ich vergessen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 56
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View original text (without footnotes)Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 160.
1 Schumann: "siehest"2 Farber: "schleichen die Perlentröpfchen"
3 Franz: "sagest"
4 Mendelssohn, Schumann: "Und 's"
Wenn ich in deine Augen [seh']1, So schwindet [all' mein Leid]2 und Weh; Doch wenn ich küße deinen Mund, So werd' ich ganz und gar gesund. Wenn ich mich lehn' an deine Brust, Kommt's über mich wie Himmelslust; Doch wenn du sprichst: ich liebe dich! [So]3 muß ich weinen bitterlich.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 4
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View original text (without footnotes)Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 114.
1 Hensel: "sehe"2 Franz, Dresel: "alles Leid"
3 Wolf: "Dann"
Und als endlich die Stunde kam, Wo vom Liebchen ich Abschied nahm, Wollt' mein Rösslein nicht ziehn; Und es wiehert, und bäumt sich; Liebes Rößlein, was willst du wohl? Wenn man einmal nun scheiden soll, Mach' mir, Rösslein, das Herz nicht schwer, Ach! von Liebe nur träumt' ich. Noch ein Glas, lieber Schenke, Dann fort von hier in die Welt, Die hat Mädchen ja für und für, Bald leuchten mir andere Sterne. Und wenn einmal das Herz mir bricht, Dann, o Rösslein, vergiss es nicht, Trage schnell mich zurück zu ihr, Lass' mich gleiten zur Erde. Denn dort hat ja ihr Blick geruht, Und dort blühen die Blumen so gut; Dort sollst du mich betten, Dort ist selige Ruh'.
Text Authorship:
- by Ludwig Hartmann (1836 - 1910), "Und als endlich die Stunde kam"
Based on:
- a text in English by Harry Brett (b. 1842) [text unavailable]
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