German (Deutsch) translations of Drei Gesänge für 1 Singstimme mit Pianoforte und Violoncell, opus 82
by Conradin Kreutzer (1780 - 1849)
Je höher die Glocke, Je heller der Klang: Je ferner das Mädchen, Je lieber der Gang. Der Frühling will kommen, O Frühling, meine Freud'! [Nun]1 mach' ich [meine Schuhe]2 Zum Wandern bereit. Wohlauf durch die Wälder, Wo die Nachtigall singt! Wohlauf durch die Berge, Wo's [Gemsböcklein springt]3! Zwei schneeweiße Täubchen, Die fliegen voraus, Und setzen sich schnäbelnd Auf der Hirtin ihr Haus. Ei bist du schon munter, Und bist schon so blank? Gott grüss dich, schön's [Dirnel]4! Ach, der Winter war lang! Zwei Augen wie Kirschkern', Die Zähne schneeweiß, Die Wangen wie Röslein Betracht' ich mit Fleiß. Ein Mieder von Scharlach, Ganz funkelnagelneu, Und unter dem Mieder Ein Herzlein so treu! Und ihr Lippen, ihr Lippen, Wie preis' ich denn euch? So wie ich will sprechen, So küßt ihr mich gleich! Ei Winter, ei Winter, Bist immer noch hier? So darf ich doch wandern In Gedanken zu ihr. Auf Siebenmeilenstiefeln Geht's flink von der Stell', Auf Liebesgedanken Geht's siebenmal so schnell.
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Liebesgedanken", appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2, in Ländliche Lieder, first published 1822
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View original text (without footnotes)Confirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, pages 122-124; and with Urania. Taschenbuch auf das Jahr 1822. Neue Folge, vierter Jahrgang. Leipzig: F. A. Brockhaus. 1822, pages 422-423.
1 Loewe: "I nun"2 Schubert: "mich fertig"
3 Loewe: "Hifthorn erklingt"
4 Loewe: "Dirnchen"
Von der Straße her ein Posthorn klingt. Was hat es, daß es so hoch aufspringt, Mein Herz? Die Post bringt keinen Brief für dich: Was drängst du denn so wunderlich, Mein Herz? Nun ja, die Post [kömmt]1 aus der Stadt, Wo ich ein liebes Liebchen hatt', Mein Herz! Willst wohl einmal [hinübersehn]2, Und fragen, wie es dort mag gehn, Mein Herz?
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Die Post", written 1823, appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2, in Die Winterreise, no. 6, first published 1824
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View original text (without footnotes)Confirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, page 85.
1 Schubert: "kommt"2 Schubert: "hinüber sehn"
Vöglein singt im Walde, Singt so hell und rein; Vöglein darf im Walde Sich des Lebens freu'n. Vöglein liebt im Walde, Bauet sich ein Haus. Vöglein's Lieb' im Walde Späht kein Neider aus. Vöglein stirbt im Walde, Singet selbst sich ein, Vöglein's Tod im Walde Muß gar selig seyn!
Text Authorship:
- sometimes misattributed to Justinus (Andreas Christian) Kerner (1786 - 1862)
- possibly by (Johann Sebastian) Wilhelm Kilzer (1799 - 1844), "Vöglein im Walde"
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Confirmed with: Sammlung auserlesener Stücke aus der schönen Literatur der Deutschen, ed. Bu Noel (General-Inspector der königlichen Universität von Frankreich; Ritter des königlichen Ordens der Ehrenlegion) and Ehrenfried Stöber, Zweiter Band, Paris: F.G. Levrault, 1827, page 198. Note: the score for Kreutzer's setting has the following for stanza 1 line 2: "Singt so hell und klar". We believe this must be a misprint because it would distrupt the rhyme scheme.