German (Deutsch) translations of Sechs Lieder für Sopran, Alt, Tenor und Bass im Freien zu singen, opus 41
by Felix Mendelssohn (1809 - 1847)
Ihr Vögel in den Zweigen schwank, Wie seid ihr froh und frisch und frank Und trillert Morgenchöre. Ich fühle mich im Herzen krank, Wenn ich's von unten höre. Ein Stündchen nur schleich' ich heraus In euer lustig Sommerhaus Und muss mich des beklagen; Ihr lebet stets in Saus und Braus, Seht's nachten hier und tagen. Ihr sucht der Bäume grünes Dach, Der Wiese Schmelz, den Kieselbach, Ihr flieht vor Stadt and Mauer, Und laßt die Menschen seufzen ach, In ihrem Vogelbauer.
Text Authorship:
- by August von Platen-Hallermünde (1796 - 1835), no title, appears in Gedichte, in Romanzen und Jugendlieder, no. 27
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Entflieh mit mir und sei mein Weib, Und ruh' an meinem Herzen aus; In weiter Ferne sei mein Herz Dein Vaterland und Vaterhaus. Und fliehst du nicht, so sterb' ich hier Und du bist einsam und allein; Und bleibst du auch im Vaterhaus, Wirst doch wie in der Fremde sein.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Tragödie, no. 1
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Es fiel ein Reif in der Frühlingsnacht, Es fiel auf die bunten Blaublümelein: Sie sind verwelket, verdorret. Ein Jüngling hatte ein Mädchen lieb, Sie flohen heimlich von Hause fort, Es wußt' weder Vater noch Mutter. Sie sind gewandert hin und her, Sie haben gehabt weder Glück noch Stern, Sie sind gestorben, verdorben.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Tragödie, no. 2 [an adaptation]
Based on:
- a text in German (Deutsch) from Volkslieder (Folksongs) , "Blaublümelein", collected by Arnim and Brentano
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See also Backer-Grøndahl's song, which uses some of this text.
Notes
Stanza 1, line 3: in Tomášek's setting, in the repetition this line reverts to its original "Sie sind verwelket, verdorret."
Stanza 3, line 3: in Tomášek's setting, in the repetition this line reverts to its original
"Sie sind verdorben, gestorben."
Auf ihrem Grab, da steht eine Linde, Drin pfeifen die Vögel und Abendwinde, Und drunter sitzt, auf dem grünen Platz, Der Müllersknecht mit seinem Schatz. Die Winde weh'n so still und so schaurig, Die Vögel singen so süß und so traurig: Die schwatzenden Buhlen, sie werden stumm, Sie weinen und wissen selbst nicht warum.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Tragödie, no. 3
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Der Schnee zerrinnt, Der Mai beginnt, Und Blüten keimen Auf Gartenbäumen, Und Vogelschall Tönt überall. Pflückt einen Kranz, Und haltet Tanz Auf grünen Auen, Ihr schönen Frauen, Wo grüne Main Uns Kühlung streun. Wer weiß, wie bald Die Klocke schallt, Da wir des Maien Uns nicht mehr freuen: Wer weiß, wie bald Die Klocke schallt! Drum werdet froh! Gott will es so, Der uns dies Leben Zur Lust gegeben! Genießt der Zeit, Die Gott verleiht!
Text Authorship:
- by Ludwig Heinrich Christoph Hölty (1748 - 1776), "Mailied", written 1773, Göttinger Musenalmanach 1776, page 24, first published 1776
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This is Hölty's poem in its version posthumously printed in the editions edited by Voß. Hölty's original version differs in several verses (see below).
Note: Modern spelling would change "Klocke" to "Glocke".
Und frische Nahrung, neues Blut Saug' ich aus freier Welt; Wie ist Natur so hold und gut, Die mich am Busen hält! Die Welle wieget unsern Kahn Im Rudertakt hinauf, Und Berge, wolkig himmelan, Begegnen unserm Lauf. Aug', mein Aug', was sinkst du nieder? Goldne Träume, kommt ihr wieder? Weg, du Traum! so Gold du bist; Hier auch Lieb' und Leben ist. Auf der Welle blinken Tausend schwebende Sterne, Weiche Nebel trinken Rings die thürmende Ferne; Morgenwind umflügelt Die beschattete Bucht, Und im See bespiegelt Sich die reifende Frucht.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Auf dem See", written 1775, first published 1789
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