by Friedrich Rückert (1788 - 1866)
Mein hochgebornes Schätzelein
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Language: German (Deutsch)
Mein hochgebornes Schätzelein, Des Glockenthürmers Töchterlein, Mahnt mich bei Nacht und Tage Mit jedem Glockenschlage: Gedenke mein! gedenke mein! Mein hochgebornes Schätzelein, Des Glockenthürmers Töchterlein, Rufet zu jeder Stunde Mich mit der Glocken Munde: Ich harre dein, ich harre dein. Mein hochgebornes Schätzelein, Des Glockenthürmers Töchterlein, Es stellt die Uhr mit Glücke Bald vor und bald zurücke, So wie's uns mag gelegen sein. Mein hochgebornes Schätzelein, Wie sollt' es nicht hochgeboren sein? Der Vater war hochgeboren, Die Mutter hocherkoren, Hat hoch geboren ihr Töchterlein. Mein hochgebornes Schätzelein, Ist nicht hochmütig, und das ist fein; Es kommt wohl hin und wieder Von seiner Höh' hernieder Zu mir gestiegen im Mondenschein. Mein hochgebornes Schätzelein, Sprach gestern: Der alte Thurm fällt ein, Man merkt es an seinem Wanken, Ich will in Lüften nicht schwanken, Will dein zu ebener Erde sein.
R. Schumann sets stanzas 1, 2, 5, 6
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View text with all available footnotesConfirmed with Gesammelte poetische Werke, volume 1, J. D. Sauerländer's Verlag, 1882, pages 545-546; put into "Wanderung" in Rückerts Werke herausgegeben von Georg Ellinger. Leipzig und Wien: Bibliographisches Institut, 1897. Erster Band: pages 351 - 352.
Text Authorship:
- by Friedrich Rückert (1788 - 1866), no title, appears in Wanderung, in Anhang [author's text checked 2 times against a primary source]
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