by Wilhelm Müller (1794 - 1827)
Manche Thrän' aus meinen Augen
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Language: German (Deutsch)
Manche Thrän' aus meinen Augen Ist gefallen in den Schnee; Seine kalten Flocken saugen Durstig ein das heiße Weh. Wann die Gräser sprossen wollen, Weht daher ein lauer Wind, Und das Eis zerspringt in Schollen, Und der weiche Schnee zerrinnt. Schnee, du weißt von meinem Sehnen: Sag mir, wohin geht dein Lauf? Folge nach nur meinen Thränen, Nimmt dich bald das Bächlein auf. Wirst mit ihm die Stadt durchziehen, Muntre Straßen ein und aus: Fühlst du meine Thränen glühen, Da ist meiner Liebsten Haus.
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View text with all available footnotesConfirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, page 86; and with Urania. Taschenbuch auf das Jahr 1823. Neue Folge, fünfter Jahrgang. Leipzig: F. A. Brockhaus. 1823, page 216.
First published in Urania (see above) as no. 6 of Wanderlieder von Wilhelm Müller. Die Winterreise. In 12 Liedern.
Text Authorship:
- by Wilhelm Müller (1794 - 1827), "Wasserfluth", written 1821-22, appears in Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten 2, in Die Winterreise, no. 7, first published 1823 [author's text checked 2 times against a primary source]
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Research team for this page: Ofer Sheinberg , Peter Rastl [Guest Editor]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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